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24 Stunden im Einsatz: Die üstra schläft nie

Hannover schläft nie – deshalb muss der öffentliche Nahverkehr rund um die Uhr funktionieren. Und das an 7 Tagen die Woche, 365 Tage im Jahr.  Die meisten unserer Fahrgäste verbringen auf dem Weg zur Arbeit, ins Kino oder zum Sport aber nur einen Bruchteil dieser Zeit in den Bussen und Bahnen und sehen dabei nur das Offensichtliche: die Fahrzeuge, die Haltestellen und Stationen und nicht zuletzt die Fahrer. Doch zu einem Nahverkehr, der Montagmorgen um 5 Uhr schon die Frühaufsteher zur Arbeit bringt und in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3 Uhr die Nachtschwärmer nach Hause fährt, gehört viel mehr:

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3:23 Uhr Ein typischer Wochentag bei der üstra beginnt mit dem Auslaufen der ersten Bahn vom Betriebshof Glocksee. Für den Fahrer oder die Fahrerin beginnt der Tag aber noch deutlich früher. Schließlich können die Kollegen selbst nicht mit der üstra zur Arbeit fahren und müssen bereits gegen 2 Uhr aufstehen, damit sie um 3.23 Uhr in Richtung Misburg starten können. Bevor es losgehen kann, werden noch aktuelle Verkehrshinweise gecheckt und die Bahn über Funk bei der Betriebsleitstelle angemeldet.

6:00 Uhr Die Mitarbeiter in der üstra Kundenhotline nehmen ihren Dienst auf. Montags bis Samstag ab 6 Uhr, am Sonntag ab 7 Uhr sind sie telefonisch und per E-Mail erreichbar. Zusätzlich beantworten sie alle Serviceanfragen auf Facebook und Twitter. Egal ob Fahrplanauskünfte, Fragen zu Tickets oder aktuellen Verkehrsstörungen – unsere Kollegen haben immer ein offenes Ohr sowie eine Antwort parat (auf twitter.com/uestra könnt ihr euch selbst davon überzeugen).

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11:50 Uhr Es ist laut und die Funken fliegen – in der Ausbildungswerkstatt steht Flexen auf dem Lehrplan. Draußen auf dem Hof machen sich zeitgleich die neuen FIFs (Fachkräfte im Fahrbetrieb) mit der Armatur im TW 3000 vertraut. Alle Azubis werden nach ihrer Ausbildung von der üstra übernommen und starten dann als Mechatroniker, Bus- oder Bahnfahrer, Elektroniker u.v.m. durch. Auch Quereinsteiger können sich bei der Fahrschule der üstra um einen Job als Fahrer bewerben.

14:30 Uhr Im Fahrplanbüro herrscht Hochbetrieb. Zwar ist der Fahrplanwechsel erst im Dezember, doch die Vorbereitungen laufen bereits seit Februar. Es gilt den Fahrplan für die Stadtbahnen und Busse auszuarbeiten und Anschlüsse, z.B. zwischen den Linien 3 und 1 am Hauptbahnhof, einzubauen. Gleichzeitig müssen auch die Dienstpläne und Pausenzeiten der Fahrer sowie der Einsatz der Fahrzeuge mitgedacht werden. Außerdem müssen Sonder- oder Schienenersatzverkehre z.B. für Großveranstaltungen wie Konzerte, aber auch große Baumaßnahmen, geplant werden.

15:14 Uhr Zeit für einen Reifenwechsel. Dieser erfolgt in der hauseigenen Buswerkstatt auf dem Betriebshof Mittelfeld. Insgesamt hat die üstra fünf Betriebshöfe: Neben Mittelfeld auch noch Vahrenwald für die Busse sowie Glocksee, Leinhausen und Döhren für die Stadtbahnen. Dort werden die Fahrzeuge im Schichtbetrieb nicht nur gereinigt, sondern auch repariert, Instand gehalten und gewartet. Egal ob es sich dabei um eine defekte Tür, kaputte Sitze oder größere Fehler in der Mechatronik handelt –  unsere Werkstatthelden kriegen das wieder hin!

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17:55 Uhr Zum Feierabendverkehr müssen die Kollegen in der Betriebsleitstelle (BL) besonders wachsam sein, denn es ist viel los in den Stationen. Die BL ist das Herzstück der üstra, hier laufen alle Fäden zusammen. Sie ist immer besetzt, 7 Tage die Woche, rund um die Uhr. Der Bus-und Bahnverkehr wird von dort aus ständig überwacht und zur Not umgeleitet oder unterbrochen. Die Mitarbeiter der BL können mittels Kameras die Stationen einsehen und helfen, wenn sich ein Fahrgast über die Notrufsäulen bei ihnen meldet. Außerdem steht die BL jederzeit mit allen Fahrern per Funk in Kontakt. Übrigens: Von der BL aus werden auch die Durchsagen in den Stationen getätigt oder die Laufschrift auf den Zugzielanzeigern gesteuert.

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21:40 Uhr Technische Störung der Notrufsäulen gemeldet! Die IT-Techniker der üstra machen sich sofort auf den Weg, um das System wieder zum Laufen zu bringen.

1:24 Uhr Mit einer finalen Lenkradumdrehung parkt der letzte Bus auf dem Betriebshof Vahrenwald ein. Der Fahrer übergibt den Bus nur noch an das Reinigungspersonal. Schichtende auf der Linie 125.

1.53 Uhr: Die letzte Bahn des Tages fährt auf dem Betriebshof Glocksee ein. Endlich Feierabend für den Fahrer. Doch für andere Mitarbeiter beginnt der Job jetzt erst. Die Busse und Bahnen müssen für den nächsten Tag vorbereitet werden. Die Reinigungsteams der üstra Tochter protec service GmbH wischen und schrubben so lange, bis alles wieder sauber ist.

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2:20 Uhr Gleisarbeiten oder Kontrollgänge im Tunnel werden regelmäßig durchgeführt. Aber nur dann, wenn die Bahnen nicht fahren. Und so finden Schweißarbeiten oder Funktionstests in der Zugsicherung erst dann statt, wenn der Rest Hannovers im Bett liegt und friedlich schlummert.

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Auf ganzer Linie – an einem Tag durchs üstra Netz?

Kann ich alle 198 Stadtbahnhaltestellen in Hannover an nur einem Tag abfahren? Seit 6 Uhr morgens bin ich unterwegs und berichte euch hier, was ich bei diesem Experiment erlebe.

+++ Live- Ticker +++

18.04 Uhr: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa 🙂  12 Stunden und 8 Minuten hat es gedauert und kurz vor Schluss dachte ich, es würde scheitern. Aber ich hab es geschafft. Ich habe unser gesamtes Stadtbahnnetz inkl. der 198 Haltestellen abgefahren. Ich war in Ahlem und am Zoo, habe Hannover aufwachen, zur Schule fahren und Feierabend machen sehen und habe viele tolle Menschen und Kollegen getroffen. Was mir das außer einer hervorragenden Streckenkunde gebracht hat? Ich konnte die üstra und Hannover noch einmal völlig neu kennen lernen und euch dabei einen Einblick in 12 Stunden Stadtbahn geben. Vielen lieben Dank fürs Lesen, Kommentieren und Besuchen.

Schönen Abend euch noch! Ramona

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17.50 Uhr: Ich warte jetzt vor dem Bahnhof auf die nächste Bahn. Aufgeben gilt nicht, die 198 Haltestellen mache ich voll! Auch wenn ich es nicht ganz in den geplanten 12 Stunden geschafft haben werde.

Nachtrag: Angeblich kommt gleich die 17. Leibniz und ich bangen gemeinsam… image

16.55 Uhr: Eigentlich sollte Altwarmbüchen mein vorletzter Endpunkt werden. Ich muss jetzt nur nochmal in die Stadt und oberirdisch vom Bahnhof zum Aegi, dann wäre ich fertig. Drückt mir die Daumen, dass die Linie 10 bald wieder oberirdisch fährt. Sonst wird das ein sehr frustrierendes Ende eines spannenden Tages.

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16.30 Uhr: Mit der Abfahrt zum Paracelsusweg ( dort steige ich in die Linie 3 nach Altwarmbüchen) erreichen mich schlechte Nachrichten: Die Linie 10 fährt durch den Tunnel. Ausgerechnet!!! Das Stück zwischen HBF und Aegi fehlt mir doch noch 🙁 Ich hoffe, dass ändert sich in der nächsten Stunde nochmal. Sonst scheitert mein Versuch an EINER Haltestelle.

16.20 Uhr: Die Linie 7 nach Misburg ist es geworden. Und schaut mal, wen ich beim Umsteigen getroffen habe: Adel Amor, meinen Lieblingskontrolleur. Ich habe natürlich ein Ticket dabei. Falls ihr meine Tour mal nach macht, empfehle ich ein Tagesticket!

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16.00 Uhr: FASANENKRUG! Ich bin ehrlich, dass war jetzt eine wirklich laaaange Fahrt. Hier am Endpuntkt ist mir der Gang der meisten Fahrgäste in Richtung Fahrradständer aufgefallen. Bahn und Fahrrad schließen sich absolut nicht aus. Ganz im Gegenteil: Es gibt sogar richtige „Bike and Ride“ Plätze, damit ihr beides nutzen könnt. Ich bin inzwischen doch etwas müde und bin froh, dass mich gleich die Bahn und nicht das Rad zur Noltemeyerbrücke bringt. Dort werde ich mich einfach mal überraschen lassen, ob es zuerst nach Misburg oder Altwarmbüchen geht. Zeitlich sieht es weiter sehr gut aus für mich 🙂

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15.10 Uhr: So, ich bin inzwischen in Empelde gelandet. Von der Wallensteinstraße (Endpunkt der Linie 17) ging es mit der Linie 3 nach Wettbergen. Dort habe ich ganz knapp den 129er Bus nach Empelde erwischt. Hier stehe ich jetzt an der „Schleife“, wie Anwohner unsere Wendeanlage liebevoll nennen. Inzwischen gibt es wohl auf der A-Strecke einige Verzögerungen. Mal schauen, wie ich auf der Podbi nachher so durchkomme. Nächstes Ziel: Fasanenkrug (Linie 9).

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14.40 Uhr: Während ich jetzt in der Linie 17 sitze, möchte ich euch kurz erklären, warum ich die üstra so toll finde. Ich war heute schon in den verschiedensten Ecken der Stadt und habe die unterschiedlichsten Fahrgäste beobachtet: Von der Bierflasche über die Perlenkette, vom Schulranzen zur Aktentasche. Während sich die Wege so verschiedener Menschen sonst wohl eher selten kreuzen, sitzen sie in unseren Bahnen ganz selbstverständlich nebeneinander. Ich weiß, dass die Welt deswegen nicht sofort besser ist. Trotzdem freut es mich zu sehen, dass so ein Miteinander zumindest im Kleinen noch funktionieren kann.

14.15 Uhr: Ich bin in Ahlem. Und soll ich euch was verraten? Das war für mich bisher der schönste Stop. Ich bin nämlich großer Fan unserer grünen Bahnen (TW 6000). Für mich gehören sie zu Hannover, wie der Maschsee oder Rathaus. Deswegen konnte ich folgendes Bild gerade auch besonders genießen <3 Jetzt geht’s zurück in die Stadt und dann mit der Linie 17 nach Ricklingen.

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13.30 Uhr: Ich bin meinem eigenen Fahrplan voraus! Nach einem kurzen Stop in Garbsen, wo offenbar gerade Schulschluss war, denn es gab ziemlich viele coole junge Menschen zu sehen, geht es jetzt ein letztes Mal auf der C-Strecke zurück zum Steintor. Dort hüpfe ich (ja, so viel Elan hab ich auch nach fast 8 Stunden Fahrt noch 😉 ) dann in die Linie 10 nach Ahlem.

Dass ich schneller bin als geplant, bringt mich auch zum Thema Pünktlichkeit. Jeder hat schon mal verspätete Busse oder Bahnen erlebt, da muss ich euch hier nichts vormachen. ABER ich kann euch ehrlich versichern, dass ich heute noch keine Bahn habe zu spät abfahren sehen. Unsere Fahrer starten immer pünktlich – Verspätungen entstehen dann erst durch hohes Verkehrsaufkommen, viele Fahrgäste oder auch mal technische Störungn. Unser absolutes Ziel ist es aber, IMMER den Fahrplan einzuhalten.

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12.52 Uhr: Nach einer kurzen Pause am Nordhafen hab ich jetzt zum zweiten Mal mit einer Busfahrt abgekürzt (aber natürlich keine Haltestelle ausgelassen!). Mit der Linie 470 ging es fix rüber nach Stöcken, wo schon die Linie 5 auf mich gewartet hat, inklusive Blumen ;). Die heute morgen noch so eindrucksvoll aufgegangene Sonne hat sich inzwischen aber leider komplett hinter den Wolken versteckt.

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12.10 Uhr: Hallo, da bin ich wieder 🙂 Ich hatte gerade wirklich einen Mitfahrer, der mich auf meiner Tour ein Stück begleitet hat. Michael hat seine Mittagspause für mich geopfert und mir die Fahrzeit zur Haltenhoffstraße versüßt (inkl. mitgebrachtem Kaffee!!). Das war echt eine tolle Überraschung. Danke nochmal, Michael!

Euch anderen fleißigen Lesern wünsche ich eine angenehme Mittagspause. Für mich geht’s jetzt mit der Linie 6 zum Nordhafen. P.S. HALBZEIT! 🙂

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11.25 Uhr: Stephan ist einer der lieben Kollegen, die mich heute sicher und vor allem bisher absolut pünktlich durchs Netz bringen. An dieser Stelle geht also mein Dank an Stephan und die vielen anderen Kollegen in unseren Bussen und Bahnen, die nicht nur heute einen tollen Job machen. Ich bin heut nur als Fahrgast dabei und merke trotzdem schon, wie anstrengend viele Stunden am Stück in so einer Bahn sein können.

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11.12 Uhr: Puh, die Fahrt nach Anderten zieht sich gerade ziemlich. Irgendwie ist von euch hier auch niemand mehr unterwegs, die Bahn ist schon wieder fast leer. Dafür war die Strecke entlang des Tierparks schön grün.

10.43 Uhr: Die Haltestelle Roderbruch/Markt bekommt heute scheinbar einen neuen Anstrich. Sieht chic aus! Am Endpunkt dagegen ist nicht besonders viel los. Gleich geht’s schon wieder zurück – ich will am Nackenberg in die Linie 5 Richtung Anderten umsteigen.

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10.10 Uhr: Ich bin gerade etwas aufgeregt: Ein Reporter von Radio Hannover hat mich gefunden und um ein Interview zu meiner Fahrt gebeten.

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9.55 Uhr: Leider nur ein kurzer Stop am Endpuntk Messe/Ost. Eine meiner optischen Lieblingshaltestellen im Netz. Jetzt geht’s zurück in die Stadt, wo ich in die Linie 11 zum Zoo umsteige. Ich wäre ja für ein tierisches Begrüßungskomitee zu haben 0:)

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9.50 Uhr: Die Antwort gabs von den Fahrgästen: Auf dem Messegelände ist eine Uni, die meisten meiner Mitfahrer waren also Studenten.

9.45 Uhr: Ich bin beeindruckt, wie viele Leute hier zur Messe raus fahren. Die Linie 6 ist immer noch so voll, dass einige Fahrgäste stehen. Was machen die Leute wohl hier draußen?!

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9.11 Uhr: An der Messe ist heute morgen nicht viel los. Ich hatte die Linie 8 auf dem Weg zum Aegi sogar kurz für mich alleine. Fühlte sich an wie ein eigener Dienstwagen ;). Jetzt füllt es sich aber so langsam. Am Aegi wechsel ich gleich auf die C-Strecke und fahre mit der Linie 6 nochmal zur Messe (diesmal Ost).

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8.55 Uhr: Umstieg in die Linie 8 an der Bothmerstraße. Bald hab ich unsere erste Stecke (die B-Strecke, also die Linien 1, 2 und 8) schon fertig. Zeit für eine erste kleine Stärkung.

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8.45 Uhr: Ich sitze immer noch in der Linie 1. Gerade ist eine Schulklasse ( ich tippe 5. Klasse) aus Gleidigen eingestiegen und sorgt jetzt für eine gewisse akustische Untermalung. Was mich aber freut: Sie reden über die Üstra.

„Ich mag die Bahn lieber als den Bus, die hat mehr Power.“ – „Nee, der Bus ist viel cooler, der hat voll das fette Lenkrad.“ – „Wieso halten wir denn hier? Wer hat denn hier eine Haltestelle hingebaut?“ – „Na die Üstra, wer denn sonst ey?“

8.20 Uhr: Bisher läuft alles wie am Schnürchen und ich liege super in der Zeit. Bin jetzt auf dem Weg von Sarstedt zur Bothmerstraße, von da aus geht’s dann mit der Linie 8 nach Messe/Nord. Ich gebe übrigens zu, dass ich einen ganz entscheidenden Vorteil habe, um mein Experiment in unter 12 Stunden zu schaffen: Einen WC-Schlüssel 🙂

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7.55 Uhr: Mitten im Nichts in Rethen hab ich diese kleine grüne Hütte entdeckt. Darin saß Marco, der gerade Kuppeldienst hat. Er wartet immer auf die Drei-Wagen-Züge der Linie 1 und kuppelt dann einen Wagen ab (, den er am Endpunkt Rethen zwischen parkt). Denn auf dem Abschnitt von Rethen nach Sarstedt werden keine langen Bahnen mehr gebraucht und die Haltestellen sind entsprechend nicht dafür ausgelegt.

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Marco kuppelt den hinteren Wagen ab. Im vorderen fahre ich nach Sarstedt.

7.45 Uhr: Haha, das war einfach. Von der Linie 2 aus konnte man die Haltestelle schon sehen. War also nur ein kurzer Fußweg.

Rethen/Nord: Links fährt die Linie 2, rechts die Linie 1.

Rethen/Nord: Links fährt die Linie 2, rechts die Linie 1.

7.30 Uhr: Gleich wird es spannend für mich. Ich war noch nie in Rethen und hab keine Ahnung wie es dort aussieht. Und trotzdem muss ich in kurzer Zeit zu Fuß vom Endpunkt Rethen (Linie 2) zur Haltestelle Rethen/Nord (Linie 1), um von dort mit der 1 nach Sarstedt zu fahren. Ganz schön weit raus! Früher sind unsere Bahnen sogar bis nach Hildesheim gefahren. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen (also ich mir zumindest nicht ;)).

7.10 Uhr: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe in meiner ersten Stunde schon 3 Kollegen der üstra Tochter protec dabei beobachten können, wie sie unsere Haltestellen sauber machen. Einer hat sogar die Scheiben geputzt (leider hab ich ihn zu spät entdeckt und konnte kein Foto machen). Als Fahrgast (so wie ich heute) sieht man ja leider oft nur, wenn es mal nicht so sauber ist. Aber unsere Kollegen sind echt jeden Tag im Einsatz, damit ihr es hübsch und sauber bei uns habt.

Um kurz nach 7: Reinemachen am Vahrenwalder Platz.

6.51 Uhr: Yeeees, der Anschluss hat super geklappt. Sitze jetzt in der Linie 2 und fahre bis nach Rethen. Langsam wacht Hannover auf, es werden mehr Menschen. Einige lesen Zeitung, geredet wird aber noch nicht so viel. Mal sehen, wann die ersten Schüler zusteigen.

Übrigens, auf der Fahrt entlang des schönen Silbersees in Langenhagen, hab ich keinem Kollegen Mustafa von meiner Aktion erzählt. Er ist schon seit 20 Jahren bei der üstra und glaubt, ich schaffe das heut pünktlich in 12 Stunden 🙂

Mustafa und ich am Endpunkt Alte Heide.

Mustafa und ich am Endpunkt Alte Heide.

6.40 Uhr: Weiter geht es jetzt mit der Buslinie 122 zum Endpunkt Alte Heide. Mal sehen, ob ich dort in nur 2 Minuten die Linie 2 erreiche. Bisher sind die Straßen noch ziemlich ruhig. Ihr schlaft wohl alle noch 😉

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5.56 Uhr: Guten Morgen 🙂

Los geht’s mit der Linie 1 nach Langenhagen. Die Bahn ist fast leer, nur einige Frühaufsteher sind schon unterwegs. Draußen geht immer noch die Sonne auf – perfekter Start in den Tag.

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Sonnenaufgang am Endpunkt Langenhagen

Sonnenaufgang am Endpunkt Langenhagen

Gestern, 15. Juni 2016, 13.30 Uhr: Fans des Nahverkehrs werden es kennen – Keith Lowes Buch „Auf ganzer Linie“. Ein Mann, ein U-Bahn-Netz, 24 Stunden Zeit. Was Lowes Protagonist Andy in London schafft, nämlich das gesamte Netz an einem Tag abzufahren, habe ich mir jetzt auch für Hannover vorgenommen. Das mag vielleicht etwas verrückt klingen, aber für eine gebürtige Hannoveranerin, die noch dazu bei der üstra arbeitet, kann es ja nicht schaden, alle 198 Stadtbahnhaltestellen näher kennen zu lernen. Außerdem interessiert es mich, was man in unseren Bahnen so erlebt, wenn man nicht nur wenige Minuten von A nach B fährt. Auf welche Menschen trifft man, wann ist es besonders voll und wann herrlich leer, welche schönen Ecken der Stadt kann man entdecken und vor allem: Schafft die üstra es, mich wirklich an einem Tag durch das Netz zu bringen? Damit ich gut durchs Netz komme, habe ich mir meinen eigenen kleinen Fahrplan gebastelt und einige Abkürzungen (zum Beispiel von Wettbergen nach Empelde mit dem Bus) eingebaut. Geplante Fahrzeit: 11 Stunden, 59 Minuten.

Damit ich mich nicht so alleine fühle, nehme ich euch hier mit auf meine kleine Reise. Ab 6 Uhr erzähle ich euch hier morgen live, wo ich bin, was ich erlebe und berichte, ob ich pünktlich bin ;). Natürlich freue ich mich auch über reale Begleitung. Ihr fahrt sowieso zum Endpunkt Misburg oder nach Empelde? Dann schaut doch einfach wo ich gerade bin, und werdet Teil meines kleinen Experiments. Zu erkennen bin ich am grünen üstra Shirt.

Vielleicht habt ihr auch Tipps für mich, wo sich der Blick aus dem Fenster besonders lohnt und an welchem Endpunkt ich den leckersten Snack bekommen kann? Dann immer her damit.

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Auf den Spuren der Zugsicherung

Mit 70km/h durch die Innenstadt von Hannover – was oberirdisch absolut verboten ist, dürfen die Stadtbahnfahrer der üstra zumindest im Tunnel. Denn dort übernimmt ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem die Verkehrsüberwachung und ermöglicht den Fahrern damit die schnelle, aber doch sichere Durchfahrt. Denn das „U“ in „U-Bahn“ steht für „unabhängiger Bahnkörper“ und meint eine Strecke ohne jeglichen Einfluss durch andere Verkehrsteilnehmer. Dort fahren die Fahrer „nach Signal“, das bedeutet die Fahrt erfolgt auf technisch gesichertem Fahrweg. Die Zugsicherung (ZS) ist unterirdisch für die sichere Durchfahrt verantwortlich, sie gibt durch die Signale die Höchstgeschwindigkeiten in Abhängigkeit der aktuellen Streckenbelastung vor und stellt die Weichen.

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Stellwerk is watching you

Fährt eine Bahn in den Tunnel, wird bei der Einfahrt ihre Zugnummer – Linie, Kurs und Ziel – durch die ortsfeste Meldungsübertragung an den Zuglenkrechner des zugeordneten Stellwerks gesendet. Dieser ermittelt die zweckmäßige Fahrstraße und erteilt dem Stellwerk einen Stellauftrag. Das Stellwerk überprüft den Zustand und die Verfügbarkeit der beanspruchten Komponenten (Gleis, Weichen, Signale) sowie die Zulässigkeit des Stellauftrags. Erst wenn alles in Ordnung ist und keine Fehlfunktion festgestellt wird, kann die Fahrstraße gestellt werden und die Bahn kann fahren. Wie schnell sie fahren darf, ergibt sich aus dem aktuell verfügbaren Bremsweg. Dem Zug wird diese ermittelte Höchstgeschwindigkeit übertragen und überwacht. Alle diese Abfragen erfolgen in wenigen Sekunden, sodass der Fahrgast und auch der Fahrer davon nichts mitbekommen. Gleichzeitig landen die Daten in den archivierenden Systemen und auf den Bildschirmen der Fahrdienstleiter in der Betriebsleitstelle. Im Regelfall arbeitet das System selbsttätig. Falls der Betrieb es erfordert, ist ein Eingriff durch den Fahrdienstleiter jedoch jederzeit möglich.

Distanz wahren und nicht über’s Ziel hinausschießen

Aber Signale und Weichen sind nicht die einzige Technik, die die Sicherheit im Tunnel gewährleistet. Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus vielen Komponenten, denn sobald weitere Bahnen im Tunnelbereich sind, gibt es wesentlich mehr zu beachten. Die Zugbeeinflussung beispielsweise hat die Aufgabe diese dynamische Entwicklung des Stadtbahnbetriebs zu steuern und zu überwachen. Dafür ist der Tunnelfahrweg in Blockabschnitte unterteilt. Sind die vor einem Zug liegenden Blockabschnitte frei, zeigt ein Signal Fahrt (grün) und das Zugbeeinflussungssystem überträgt ein Streckenhöchstgeschwindigkeitssignal (70 km/h) auf das Fahrzeug. Diese Information wird im Fahrzeug gespeichert und überwacht. Sollte die gespeicherte Höchstgeschwindigkeit überschritten werden, kommt es zu einer Zwangsbremse. Außerdem werden die Geschwindigkeiten zu Beginn jedes neuen Abschnitts aktualisiert. Ist der nächste Blockabschnitt durch einen vorausfahrenden Zug belegt oder gerade erst frei geworden, aktualisiert das Stellwerk die Geschwindigkeiten und reduziert sie gegebenenfalls auf 30km/h oder Halt. Durch ständige Aktualisierung, sorgt das System für einen ausreichenden Bremsweg zur voraus fahrenden Bahn.

Skizze_Zugsicherung_üstraPROFIL_WEBPlanmäßig fahren die Bahnen in einem ausreichend großen Abstand, um zügig durch den Tunnel zu kommen. Kommt es jedoch oberirdisch zu Verspätungen, klappt auch der reibungslose Ablauf im Tunnel nicht mehr hundertprozentig. So kann es passieren, dass Bahnen im Tunnel warten müssen oder anderen Bahnen nur sehr langsam folgen können.

Sicherheitsnetz und doppelter Boden

Wesentliches Element für größtmögliche Sicherheit und Verfügbarkeit ist die Fehleroffenbarung, gemeinsam mit dem redundanten Aufbau vieler Anlagenteile. Fällt ein Bauteil aus, springt die Reserve ein. Gleichzeitig meldet das System einen Fehler, sodass das gestörte Bauteil schnellstmöglich ausgewechselt werden kann.

Der Stellwerksrechner ist das "Gehirn" der Zugsicherung und mehrfach abgesichert.

Der Stellwerksrechner ist das „Gehirn“ der Zugsicherung und mehrfach abgesichert.

Das Netzwerk aus den sechs Stellwerken und der Leitstelle ist ringförmig aufgebaut. Sollte ein Knotenpunkt ausfallen wird dies gemeldet und die Informationen werden über einen zweiten Weg übermittelt. Von Glühlampen mit zwei Glühfäden bis hin zu dem dreifach-diversitär aufgebauten Stellwerksrechner – im Tunnel gibt es immer einen Plan B.
Damit alles reibungslos funktioniert sind die Fachleute der Zugsicherungstechnik 365 Tage im Jahr im Einsatz. Die Kollegen kümmern sich um die Systempflege und die unmittelbare Störungsbeseitigung. Um die hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, werden viele Wartungsarbeiten auch nachts – in der Betriebspause – durchgeführt.
Die Stadtbahntunnel sind also weit mehr als dunkle Röhren unter unseren Füßen. Sie vereinen hohe Geschwindigkeiten, ausgeklügelte Technik mit den höchsten Sicherheitsstandards und sorgen damit dafür, dass die Hannoveraner schnell durch die City kommen.

[Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe des üstraPROFIL, welches auch abonniert werden kann.]

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Besucherandrang Hannover Messe Ost

Die Party Planner der üstra – So managen sie Großveranstaltungen

Wenn Hannover feiert, ist die üstra immer mit dabei. Egal ob Popkonzert im Stadion oder auf der Messe, Fußballspiele oder andere Großveranstaltungen – wir sind es, die euch hinbringen und euch auch wieder abholen. Ich habe deshalb mal hinter die Kulissen geschaut und mir erklären lassen, was an solch einem „Veranstaltungsverkehr“ alles dran hängt.

Bei der üstra gibt es dafür einen konkreten Ansprechpartner: Eine Schnittstelle zwischen intern und extern. Er bespricht kommende Großereignisse – egal ob Popkonzert oder das Planen von umfassenden Bauarbeiten – mit dem Fahrplanbüro und den relevanten Ansprechpartnern auf Seiten der Veranstalter und/ oder der Stadt. Dabei laufen die (internen) Planungen immer schon Monate im Voraus. Die Kontakte zur Stadt und den Konzertveranstaltern sind gut und so werden bereits Anfang des Jahres die künftigen großen Ereignisse in Hannover besprochen. Allen Beteiligten ist ja daran gelegen, dass die Besucher möglichst komfortabel an- und abreisen. Die Anreise mit Bus und Bahn ist dabei in vielen Fällen am besten kalkulierbar: Es müssen keine großen Parkplätze organisiert werden und nach dem Konzert kommt es nicht zu kilometerlangen Staus.

Anzahl der Stadtbahnen zu Großveranstaltungen in Hannover

Die längste Partylimousine Hannovers: Kuppelt man alle Bahnen, die Hannoveraner 2013 zu ihren Großveranstaltung gebracht haben, aneinander, bekommt man einen 6,3 Kilometer langen 84-Wagen-Zug. Das entspricht der Strecke zwischen den Haltestellen „Marienstraße“ und „Messe/Nord“.

Im Jahr 2013 hatte Hannover fünf richtig große Veranstaltungen mit insgesamt über 108.000 Besuchern. Fast 40.000 davon sind mit der üstra gefahren. Das sind immerhin ca. 84 volle Silberpfeile als 3-Wagen-Zug. Dass die Kollegen da richtig was zu tun hatten, kann ich mir vorstellen. Als zum Beispiel Robbie Williams damals die HDI Arena rockte, dauerte es eine Stunde bis die letzten Konzertbesucher mit uns auf dem Heimweg waren. 2014 kamen mehr als 100.000 Besucher nach Hannover, um gemeinsam den „Tag der deutschen Einheit“ am Maschsee zu feiern. Auch hier zeigte sich, dass die Planung im Voraus und das Engagement aller Mitarbeiter am Tag des Geschehens die An- und Abreise zu einem Erfolg machte. 2015 kamen AC/DC auf das Messegelände und die üstra „kämpfte“ gleich an zwei Schauplätzen. Da die Veranstaltung zwischen den Endpunkten „Messe/Nord“ und „Messe/Ost“ stattfand, brachten die Fahrer und Fahrerinnen die Rockfans spontan von beiden Haltestellen zurück in die Stadt, statt wie geplant von der näher liegenden. Auch hier war Organisationstalent gefragt, mussten doch Bahnen und Fahrer umdisponiert und somit der aktuellen Entwicklung angepasst werden.

Abreise vom Endpunkt Messe/Ost nach einer Veranstatung (hier Expo Plaza Festival)

Wenn alle gleichzeitig nach Hause fahren möchten, hat die üstra besonders viel zu tun.

Spontanität und Organisationstalent sind dabei die Kernkompetenzen in diesem Job. Denn alles, was vorher festgelegt wird, entspricht eben nur der Theorie. Deshalb sind bei den richtig großen Veranstaltungen die Verkehrsplaner und ihre Kollegen auch an sämtlichen Knotenpunkten vor Ort. Doch selbst wenn alles läuft wie geplant, spielt manchmal einfach auch das Wetter nicht mit. Wie bei einem Unheilig-Konzert bei dem ein schweres Unwetter aufzog. Plötzlich wurde der Beginn vorverlegt, damit das Konzert nicht ins Wasser fällt. Das bedeutete aber auch, dass alle eingeplanten Bahnen und ihre Fahrer mal eben eine Stunde eher verfügbar sein mussten. Keine leichte Aufgabe, die aber trotzdem gemeistert wurde.

Auch am vergangenen Wochenende hatten die Kollegen alle Hände voll zu tun: Zum EXPO Plaza Festival nutzten 10.000 Besucher pro Tag die bequeme Anreise mit unseren Bahnen – ganz ohne den Stress, einen Parkplatz suchen zu müssen. Und jedes Jahr aufs Neue bringen die Kollegen die Besucher im Anschluss möglichst schnell wieder in die Stadt. Durchschnittlich brauchen sie eine Dreiviertelstunde dafür und sind damit fast immer schneller als die Abreise über den Messe„schnellweg“.

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Mobil im Leben – Übung macht den Meister

Morgens 08:30 Uhr am Hauptbahnhof Hannover: Wie ein großer Schwarm schwirren Menschen aus der Stadtbahn und wieder hinein. Das alles geht in der morgendlichen Trance ganz von allein. Was für die meisten von uns Alltag ist, stellt für Menschen mit körperlichen Behinderungen jedoch eine Herausforderung dar. Vier Mal im Jahr bietet die üstra deshalb Übungstage für Fahrgäste mit Rollstuhl und Rollator an. Bei der letzten Veranstaltung „Mobil im Leben“ durfte ich dabei sein und hatte so manches Aha-Erlebnis.

Als ich am Treffpunkt Messe/Nord ankomme, haben sich schon viele um den Übungsbus versammelt. Sie tauschen Erfahrungen und Tipps aus. Eine von ihnen ist Frau Moritz. Sie hat seit einem Monat einen Rollator und das Manövrieren fällt ihr noch nicht leicht. Zunächst muss sie einen geeigneten Sitzplatz finden, denn sich auf den eigenen Rollator zu setzen ist lebensgefährlich. Auf den Reifen ist wenig Auflagefläche und somit wenig Haftung zum Boden. Bei einer Vollbremsung kann es zu schwerwiegenden Stürzen kommen.

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Erfahrungsaustausch: Frau Moritz erhält Tipps zum Ein- und Aussteigen.

Vor allem beim Aussteigen hat Frau Moritz schon einige Pannen erlebt. Erstmal muss man sich im Bus drehen, das kostet schon mal etwas Zeit. Wenn man Pech hat und die Kurve nicht so gut bekommen hat, bleibt man dann auch noch in der Tür stecken. Weil sie den Betrieb nicht aufhalten will, fährt sie zur verkehrsarmen Zeit am Mittag. Da habe sie nicht das Gefühl ein Ärgernis für ihre Mitfahrer zu sein.

Und auch hinter dem Steuer eines Busses will man schlechte Stimmung vermeiden. Will sich der Busfahrer keine Verspätung einfahren, muss alles reibungslos funktionieren. Doch wenn behindertengerechte Haltestellen wegen Müll oder anderen Hindernissen nicht zugänglich sind, kann die Abfahrtszeit nicht eingehalten werden. Notfalls muss der Fahrer das Lenkrad verlassen und beim Einsteigen helfen. Die Fahrgäste werden dabei spürbar ungeduldiger. Immer ist der Fahrer schuld, aber nie die Gäste mit ihren Kopfhörern oder Handys, die nicht auf ihre Umgebung achten.

Alle sind sich einig: Selbst ist der Mann (oder die Frau)! Also wird die Busrampe ausgefahren und geübt, geübt, geübt. Vor allem für die Rollstuhlfahrer ist so eine Rampe gewöhnungsbedürftig. Sobald es hoch geht, fühlt es sich so an, als würde der Rollstuhl kippen. Um sicherer mit der Situation umzugehen, gibt ein Trainer Nachhilfe im „Kippeln“.

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Das „Kippeln“ will geübt sein. Hier an einer Tür ohne Mittelstange – erkennbar am orangenen Streifen über der Tür.

Die nächsten Anlaufstationen sind die Stadtbahnen. Zwar haben der neue TW 3000 und der Silberpfeil (TW 2000) ein schon fast luxuriöses Platzangebot, trotzdem muss auch hier zwischen den Haltestangen navigiert werden. Der grüne TW 6000 ist da eher etwas für Fortgeschrittene. An einem orangenen Streifen am Fahrerstand und über der entsprechenden Tür, kann man sehen, dass hier die Mittelstange entfernt wurde. Dadurch kann man mit einem Rollstuhl oder Kinderwagen leichter zusteigen. Für Türen mit Mittelstange, erfahre ich zwei wertvolle Tipps: 1. Die rechte Seite der Tür benutzen, denn diese ist breiter. 2. Vorwärts hereinfahren und rückwärts wieder herausfahren vermeidet umständliches Rangieren.

Während die einen noch fleißig am üben sind, liefern sich zwei Jungs ein Rollstuhlrennen auf dem leeren Bahnsteig. So verspielt und voller Elan, zeigen sie mir, wie selbstverständlich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch für mobilitätseingeschränkte Menschen sein kann.

Auch bei den nächsten Übungstagen kann wieder ausprobiert und trainiert werden. Alle Termine gibt es auf uestra.de