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Avantgarde am Asphalt

Die Tage werden länger, die Röcke kürzer, die Gesichter freundlicher – der Frühling naht und bringt Licht und Farbe in den Alltag. Dabei treibt es Hannovers Nahverkehr saisonunabhängig bunt, denn seit 1994 verfügt die Landeshauptstadt über eine weltweit einmalige Kollektion farbenfroher BUSSTOPS. Im Rahmen der Kampagne „Kunst im öffentlichen Raum“ entstanden insgesamt neun oberirdische Haltestellen, von renommierten Architekten und Designern gestaltet. Die Wartehäuschen bieten mehr als eine quadratisch-praktisch-gut-Architektur. Mit den Busstops beweist die üstra neben den kunstvoll gestalteten U-Bahnstationen auch oberirdisch Linientreue. Und wer wie ich auf Design abfährt, dem bereitet das Warten auf Bus und Bahn zuweilen Freude. Weiterlesen

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Mysterium Notbremse – Wann sie gezogen werden darf und wann nicht

Letztens hörte ich auf dem Heimweg ein Gespräch einer Mutter mit ihrer Tochter, das mich sofort in meine eigene Kindheit zurückversetzte. Neben den nächsten Haltestellen, die die Kleine fehlerfrei aufsagen konnte, gab es aber auch ein paar Fragen. Eine davon war: „Mama, was macht das rote Ding da?“ Die Erklärung kam sogleich: „Das ist die Notbremse. Wenn du daran ziehst, dann hält die Bahn sofort an. Das darfst du aber nur machen, wenn in der Bahn etwas ganz Schlimmes passiert, sonst ist das verboten.“ Die Erklärung ist zwar im Großen und Ganzen richtig, sorgte damals aber bei mir dafür, dass meine Hemmschwelle, die Notbremse zu ziehen, ins Unermessliche stieg – und damit bin ich nicht allein. Weiterlesen

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Kritik zu den Sitzen des TW 3000 – ist angekommen

Im Frühjahr 2015 ging unsere neuste Stadtbahn – der TW 3000 – in den Linienbetrieb und seit dem wird das Fahrzeug leider auch immer wieder kritisiert. Im Fokus der Beschwerden stehen vor allem immer wieder die Sitze: Sie sind zu schmal, zu hart, zu hoch und die Kante zu scharf. Kurzum: Die Sitze des TW 3000 bieten einiges an Verbesserungspotential. Weiterlesen

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Herzenssache: Mit Defibrillatoren Leben retten

Ein junger Mann um die 30 macht sich morgens mit der Stadtbahn auf den Weg zur Arbeit. Auf ihn wartet ein anstrengendes Meeting mit dem Chef, auf das er sich in der Bahn noch kurz vorbereiten will. Zwischen den Stationen Sedanstraße und Hauptbahnhof wird ihm plötzlich schwindelig, Übelkeit setzt ein. Er bekommt kaum noch Luft und bricht kurz darauf zusammen.

So oder so ähnlich könnte es wohl aussehen, wenn ein Fahrgast bei uns in der Bahn wegen eines Herzinfarktes kollabiert. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen in Deutschland an plötzlichem Herztod – ganz ohne gesundheitliche Vorzeichen. Rund ein Drittel dieser Menschen könnte durch schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen gerettet werden. Und genau aus diesem Grund hängen seit 2013 insgesamt 46 Defibrillatoren in unseren (unterirdischen) Stationen und im Kundenzentrum in der Karmarschstraße. Weiterlesen