Scroll
1

Kritik zu den Sitzen des TW 3000 – ist angekommen

Im Frühjahr 2015 ging unsere neuste Stadtbahn – der TW 3000 – in den Linienbetrieb und seit dem wird das Fahrzeug leider auch immer wieder kritisiert. Im Fokus der Beschwerden stehen vor allem immer wieder die Sitze: Sie sind zu schmal, zu hart, zu hoch und die Kante zu scharf. Kurzum: Die Sitze des TW 3000 bieten einiges an Verbesserungspotential. Weiterlesen

1

Herzenssache: Mit Defibrillatoren Leben retten

Ein junger Mann um die 30 macht sich morgens mit der Stadtbahn auf den Weg zur Arbeit. Auf ihn wartet ein anstrengendes Meeting mit dem Chef, auf das er sich in der Bahn noch kurz vorbereiten will. Zwischen den Stationen Sedanstraße und Hauptbahnhof wird ihm plötzlich schwindelig, Übelkeit setzt ein. Er bekommt kaum noch Luft und bricht kurz darauf zusammen.

So oder so ähnlich könnte es wohl aussehen, wenn ein Fahrgast bei uns in der Bahn wegen eines Herzinfarktes kollabiert. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen in Deutschland an plötzlichem Herztod – ganz ohne gesundheitliche Vorzeichen. Rund ein Drittel dieser Menschen könnte durch schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen gerettet werden. Und genau aus diesem Grund hängen seit 2013 insgesamt 46 Defibrillatoren in unseren (unterirdischen) Stationen und im Kundenzentrum in der Karmarschstraße. Weiterlesen

5

Von Rolltreppen, die nicht rollen

Gestern stand ich am Hauptbahnhof und wartete auf meine 3, als ich die Plakate das erste Mal richtig wahrnahm: Body-Optimierung, schnell und effizient abnehmen – es ist das Jahresauftaktthema. Alle Jahre wieder. Wir quälen uns auf Heimtrainern, rennen durch die Eilenriede, zählen jede einzelne Kalorie. Aber die „erzwungene“ Bewegung, wenn die Rolltreppe einmal ausgefallen ist, gefällt uns meist nicht. Dann ärgern und fragen wir uns, warum das Ding – das im Fachjargon eigentlich Fahrtreppe heißt – nun schon wieder kaputt ist. Aber „stehen“ können Fahrtreppen aus verschiedensten Gründen: Weiterlesen

4

TW 6000 in Budapest – Eine zweite Heimat in der Ferne

Die grünen Stadtbahnen der üstra: Für manche Fahrgäste sind sie einfach reif für die Rente, doch für mich und viele andere sind sie jahrelange Wegbegleiter und -bereiter. Sie haben meine Sicht auf öffentlichen Nahverkehr geprägt und ich möchte die vielen Fahrten mit ihnen nicht missen. Umso erfreulicher ist es daher zu sehen, dass einige ältere TW 6000 nach ihrem hannoverschen Dienst auch weiterhin im Einsatz bleiben – in Budapest. 2001 traf der erste Wagen in Ungarns Hauptstadt ein; 99 seiner Geschwister folgten ihm bis jetzt dorthin. Im vergangenen Sommer konnte ich mir ansehen, wie gut sich die Grünen in ihrer neuen Familie eingelebt haben, Farbwechsel inklusive. Weiterlesen

4

Aus meinem Jahresalbum 2016

Eine der merkwürdigen Eigenschaften von Menschen ist, dass sie sich an schlechte Nachrichten sehr viel besser und länger erinnern, als an positive. Wenn es um Lob, Bestätigung, gar Zuneigung geht, saugen wir dies auf wie ein Schwamm: Es geht uns gut runter und ist gleich wieder verschwunden. Werden wir aber runtergeputzt, zur Minna gemacht, abgeledert – womöglich noch vor anderen – entwickeln wir ein Elefantengedächtnis und nehmen das noch in zehn Jahren krumm.

Im Grunde funktionieren auch die Medien nach diesem Schema: Wenn eine Tür bei der üstra klemmt, gibt es eine Schlagzeile. Dass die anderen zehntausend Türen mal wieder alle in Ordnung waren, interessiert meist niemanden. Damit muss man als Pressesprecher im Nahverkehr leben. Man kann sich ja ein kleines Büchlein anlegen und die guten Nachrichten – die es natürlich auch gibt – darin einkleben wie in ein Poesiealbum. Dieses Büchlein schlage ich jetzt einmal auf und erinnere mich an das zu Ende gehende Jahr 2016. Weiterlesen