20 Jahre Betriebshof Leinhausen
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20 Jahre Betriebshof Leinhausen

Ein Baustein im Mobilitätskonzept der ÜSTRA zur Weltausstellung EXPO 2000 war der neue Stadtbahnbetriebshof Leinhausen. Er war für die Abwicklung des zunehmenden Verkehrs während und ist auch nach der EXPO unverzichtbar. Eine große Abstellanlage bietet Platz für 144 Stadtbahnwagen – aktuell ist es auch das erste Zuhause des TW 3000. Bei Bau und technischer Ausstattung des Betriebshofs kamen innovative und besonders umweltschonende Techniken zum Einsatz. Hier wird seit 20 Jahren abwasserreduziert, abfall- und emissionsarm gearbeitet sowie Energie intelligent eingesetzt.

Der Bau des Stadtbahnbetriebshofes Leinhausen begann im Frühjahr 1997. Rund 18 Monate später erfolgte eine stufenweise Inbetriebnahme, die im Januar 2000 abgeschlossen wurde. Er ist über eine vollständig neugebaute Strecke mit »Grünem Gleis« entlang der Fuhsestraße mit dem Stadtbahnnetz verbunden. Auf Leinhausen haben 144 Stadtbahnen Platz, die Abstellanlage umfasst 18 etwa 250 Meter lange Gleise für jeweils vier Zweiwagenzüge.

1997 fand der erste Spatenstich statt – heute wird der Betriebshof Leinhausen 20 Jahre alt. (Foto: Achim Uhlenhut)

Die Gesamtlänge aller hier verlegten Gleise beträgt rund zehn Kilometer. Weitere Bestandteile sind die Betriebswerkstatt, eine Waschanlage und das Hofdienstgebäude. Die Investitionssumme belief sich auf rund 100 Millionen DM, gefördert von der Europäischen Kommission/Generaldirektion XVII (Photovoltaik) und dem Land Niedersachsen.
Ein sichtbares Zeichen der ÜSTRA Aktivitäten für klimaschonende Mobilität ist die große Photovoltaikanlage in Leinhausen. Sie befindet sich auf dem Dach und an der Südfassade des Gebäudes der Betriebswerkstatt. Mit einer Kollektorfläche von rund 2200 Quadratmeter wird hier Solarstrom produziert – und zwar direkt für den Betrieb der Stadtbahnen und natürlich völlig emissionsfrei. Der Solarstrom wird unmittelbar in das Gleichstrom-Fahrleitungsnetz der Stadtbahn eingespeist. Dieser innovative Schritt macht energieverzehrende Spannungstransformationen überflüssig. An der Südfassade des Gebäudes ergänzen Glasscheiben mit integrierten Solarzellen die herkömmliche Verkleidung.

Das Hofdienstgebäude auf Leinhausen. (Foto: Achim Uhlenhut)

Im Bereich der Betriebswerkstatt Leinhausen arbeitet ein intelligentes Energiemanagementsystem. Mit einer hochwertigen Wärmerückgewinnungsanlage für die Hallenlüftung mit zusätzlicher Nutzung der Abwärme technischer Komponenten, wie beispielsweise Druckluftkompressoren oder Gleichrichtern, können bis zu 80% der sonst verlorenen Abwärme genutzt werden. Zusätzlich wird die gesamte Heizungsanlage bereichsspezifisch außentemperatur- und bedarfsabhängig gesteuert und kann in Nebenbetriebszeiten heruntergefahren werden.

Leinhausen ist auch das erste Zuhause der neuen Stadtbahngeneration TW 3000. (Foto: Florian Arp)

Heute ist Leinhausen das erste Zuhause der neuen Stadtbahnflotte TW 3000. Hier berühren die neuen Fahrzeuge zum ersten Mal hannoverschen Boden und werden auf ihren Dienst bei der ÜSTRA vorbereitet. Wie die Reifeprüfung einer Stadtbahn aussieht, erzählen wir euch demnächst hier im Fahrtenbuch.

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