Baumaßnahmen in 2020: Neue Hochbahnsteige und frische Gleise
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Baumaßnahmen in 2020: Neue Hochbahnsteige und frische Gleise

Manche haben einen Geburtstags- oder Urlaubskalender – ich bevorzuge einen Baustellenkalender. Die infra – Eigentümer von Schienen und Haltestellen der ÜSTRA Stadtbahnen – hat den Baustellenplan für 2020 präsentiert und ich hab mir dir wichtigsten Maßnahmen in meinem Kalender notiert, um euch einen Überblick zu geben.

Vier neue Hochbahnsteige für die Stadtbahnen

Hochbahnsteige sind unabdingbar, damit jeder Fahrgast – egal ob mit Rollstuhl, Gepäck oder Kinderwagen – problemlos ein- und aussteigen kann. Das ÜSTRA Stadtbahnnetz ist bereits zu mehr als dreiviertel barrierefrei und in diesem Jahr geht’s weiter: Insgesamt werden vier Hochbahnsteige gebaut und zwar an den Haltestellen „Rethen/Galgenbergweg“ (Linie 1), „Hermann-Ehlers-Allee“ (Linie 9), „Humboldtstraße“ (Linie 17) und „Hannover Congress Centrum“ (Linie 11).

Sanierungen von Hochbahnsteigen und neue Fahrtreppen

Neben den vier neuen Hochbahnsteigen werden zwei weitere Bahnsteige saniert:

Linien 3, 7 und 9 – Hochbahnsteig „Lortzingstraße“
Zwischen Februar und Juni wird der Hochbahnsteig saniert und entfällt ersatzlos.

Der Hochbahnsteig in Laatzen ist noch ziemlich neu, aber zwei andere Hochbahnsteige werden in 2020 saniert. (Foto: Florian Arp)

Linien 8 und 18 – Hochbahnsteig „Stadtfriedhof Seelhorst“
Ab Mitte des Jahres, bis voraussichtlich Ende 2020, wird hier der Hochbahnsteig ebenfalls saniert. Da der Bahnsteig sehr lang ist, können die Stadtbahnen weiterhin am „Stadtfriedhof Seelhorst“ halten. In der Zeit fahren jedoch lediglich Zwei-Wagen-Züge.

Außerdem werden im Laufe des Jahres vier Fahrteppen – vom Volksmund auch häufig als Rolltreppen bezeichnet – an den Haltestellen „Werderstraße“ und „Hauptbahnhof“ ausgetauscht. An diesen Haltestellen gibt es jedoch Aufzüge, sodass es für mobilitätseingeschränkte oder schwerbepackte Fahrgäste weiterhin eine Alternative gibt.

Vier Fahrtreppen werden in 2020 ausgetauscht (Foto: Martin Bargiel).

Sperrpausen – Wenn keine Stadtbahnen fahren können

Eine Stadtbahn wiegt round about 40 Tonnen. Das ist eine Menge Eisen, das täglich über die Schienen rollt. Das in Kombination mit unterschiedlichen Wetterlagen (Hitze, Kälte, Regen, Schnee) hinterlässt im wahrsten Sinne des Wortes Spuren im Netz. Deshalb müssen ab und zu – alle 30 bis 40 Jahre – einzelne Gleisabschnitte erneuert werden. Zu bestimmten Zeiten, den sogenannten Sperrpausen, können dann keine Stadtbahnen fahren. In dieser Zeit richten wir euch meistens einen „SEV“ – einen Schienenersatzverkehr mit Bussen – ein. Und hier ist die Übersicht der größten Sperrpausen – nach Strecken geordnet.

Linien 1 und 2

Gleisbau im Bereich „Rethen/Galgenbergweg“:
Zwischen Samstag, 1. August (5 Uhr), bis Sonntag, 9. August (Betriebsschluss), richten wir einen SEV mit Bussen (über die B6) zwischen „Rethen“ und Sarstedt“ ein.

SEV in Richtung Sarstedt (Foto: Florian Arp).

Auf der Vahrenwalder Straße wird zwischen Wiesenau und Berliner Platz an den Gleisen gearbeitet. Deshalb gibt es zwei Sperrpausen zwischen „Kabelkamp“ und „Langenhagen“.
Erste Pause: Freitag, 17. April (21 Uhr), bis Sonntag, 19. April (Betriebsschluss)
Zweite Pause: Freitag, 1. Mai (21 Uhr), bis Sonntag, 3. Mai (Betriebsschluss)
Während der Sperrpausen wird jeweils ein SEV mit Bussen eingerichtet.

Gleisbau Büttnerstr./ Großer Kolonnenweg
Die Gleise werden zwischen Juli und September erneuert. Die Stadtbahnen der Linien 1 und 2 können die meiste Zeit weiterfahren, allerdings wird es im August eine Sperrpause geben, in der ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen „Dragonerstraße“ und „Langenhagen“ (Linie 1) beziehungsweise „Alte Heide“ (Linie 2) eingerichtet wird. Das Ganze läuft zwischen Donnerstag, 13. August (Betriebsbeginn), und Sonntag, 16. August (Betriebsschluss).

Linie 9

An der „Hermann-Ehlers-Allee“ wird nicht nur ein neuer Hochbahnsteig gebaut, sondern es werden auch die Gleise erneuert. Deswegen wird es – Stand jetzt – zwischen Samstag, 18. Juli (5 Uhr), und Sonntag, 26. Juli (Betriebsschluss), eine Sperrpause geben. Die genaue Strecke des Ersatzverkehrs mit Bussen steht noch nicht fest. Wir informieren euch aber rechtzeitig.

Gleisbau Hafenbahn im Bereich des Lindener Hafens:
Hier wird es ebenfalls eine Sperrpause geben und zwar am Sonntag, 20. September (5 Uhr), bis zum Betriebsschluss. Die Ersatzbusse pendeln zwischen „Schwarzer Bär“ bis „Empelde“.

Ersatzverkehr auf der Linie 9 ab „Schwarzer Bär“ (Foto: Florian Arp).

Linie 6

Schulenburger Landstraße:
Zwischen Juli und September wird die Gleisanlage erneuert. Deswegen kommt es von Samstag, 1. August (5 Uhr), bis Sonntag, 9. August (Betriebsschluss), zu einem SEV zwischen „Krepenstraße“ und „Nordhafen“ (in beiden Richtungen zeitweise über die Beneckeallee). Zudem werden im Bereich der Mecklenheidestraße die Gleise gestopft. Deshalb richten wir am Sonntag, 1. November, von 18 Uhr bis Betriebsschluss nochmals einen SEV zwischen „Krepenstraße“ und „Nordhafen“ ein.

Linie 11

Haltestelle „Hannover Congress Centrum“:
Für den neuen Hochbahnsteig und für neue Gleise im Bereich des HCC kommt es zu mehreren Sperrpausen. Die Bahnen der Linie 11 enden deshalb ab Montag, 24. Februar (Betriebsbeginn), bis Freitag, 13. März (Betriebsschluss), bereits an der Haltestelle „Hannover Congress Centrum“ anstatt am „Zoo“. Ab Samstag, 14. März bis Sonntag, 15. März, verkehrt die Linie 11 nur bis zur Haltestelle „Freundallee“, damit ein eingleisiger Abschnitt für die Bautätigkeit eingerichtet werden kann.
Während einer weiteren Sperrpause ab Freitag, 20. November (ab 21 Uhr), bis Sonntag, 22. November (Betriebsschluss), fährt die 11 ebenfalls nur bis zur Haltestelle „Freundallee“. Als Stadtbahn-Ersatz könnt ihr ab dem HCC die Buslinien 128 und 134 nutzen.

Zeitweise fährt die 11 nur bis zum HCC und nicht bis zum Zoo. (Foto: Florian Arp)

Linie 10

Ausbau Braunstraße und barrierefreier Ausbau der Haltestelle „Glocksee“:
Die Bauarbeiten im Bereich Glocksee auf der Braunstraße sind bereits im Gange, dauern aber noch an. Bis der Hochbahnsteig „Glocksee“ in Betrieb gehen kann, dauert es noch bis 2022. Trotzdem gibt es wegen der Arbeiten im Streckennetz bereits in diesem Jahr eine Sperrpause in diesem Bereich:
Zwischen Montag, 12. Oktober (Betriebsbeginn), und Samstag, 24. Oktober (5 Uhr morgens), fährt die Linie 10 zwischen „Ahlem“ und „Glocksee“ und „Hbf./ZOB“ und „Goetheplatz“. Der Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Glocksee“ und „Goetheplatz“ wird nicht bedient und ist nur fußläufig erreichbar. Für alle, die nicht zu Fuß gehen möchten oder können, gibt es die Alternative an der Haltestelle „Glocksee“ in die Buslinie 100 zu steigen und zum „Königsworther Platz“ zu fahren. Dort ist dann ein Umstieg in die Stadtbahnlinien 4 und 5 möglich.

Weichenumbau „Goetheplatz“:
Am „Goetheplatz“ wird an den Weichen gearbeitet, sodass es entweder am Sonntag, 4. Oktober (5 Uhr), bis Betriebsschluss oder am Sonntag, 11. Oktober (5 Uhr), bis Betriebsschluss, zu einer Sperrpause mit SEV zwischen „Hauptbahnhof/ZOB“ und „Glocksee“ kommen wird.

Am Goetheplatz wird sich um die Weichen gekümmert. (Foto: Florian Arp)

Die Gleise im Bereich der Leinertbrücke – das ist die Brücke zwischen dem Küchengarten und Glocksee – werden erneuert. Deshalb kommt es zu drei Sperrpausen, jeweils mit Schienenersatzverkehr zwischen „Glocksee“ und „Ahlem“:
– Samstag, 16. Mai (5 Uhr), bis Sonntag, 17. Mai (Betriebsschluss)
– Samstag 4. Juli (5 Uhr) bis Sonntag 5. Juli (Betriebsschluss)
– Samstag 5. September (5 Uhr) bis Sonntag 6. September (Betriebsschluss)

Gleisarbeiten auf der Linie 10 im Bereich Leinertbrücke. (Foto: Florian Arp)

Linie 17

Wegen Gleisbauarbeiten und Arbeiten am neuen Hochbahnsteig an der Haltestelle „Humboldtstraße“ kommt es zu einer Sperrpause zwischen Montag, 27. Juli (8 Uhr), bis Freitag, 31. Juli (20 Uhr). Eine weitere Sperrpause gibt es am Himmelfahrtswochenende – Donnerstag, 21. Mai (ab 5 Uhr), bis Sonntag, 24. Mai (Betriebsschluss), wegen Gleisbauarbeiten in der Deisterstraße. In diesen Zeiten entfällt die Linie 17 komplett und es wird kein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Für alle Fahrgäste gibt es folgende Alternativen zur Linie 17:
Für den Abschnitt zwischen „Allerweg“ und „Wallensteinstraße“ können die Stadtbahnen der Linien 3 oder 7 genutzt werden. Den Abschnitt zwischen „Hauptbahnhof/ZOB“ und „Goetheplatz“ bedient die Linie 10. Die Linie 9 hält an der Haltestelle „Schwarzer Bär“.

Die Linie 17 muss teilweise aussetzen, aber es gibt Alternativen. (Foto: Florian Arp)

Und wenn ihr jetzt denkt: „Oh man, so viele lästige Bauarbeiten…“ Diese Arbeiten sind notwendig, damit ihr weiterhin sicher mit uns unterwegs seid.

Baumaßnahmen sind notwendig. (Foto: Florian Arp)

Wie eingangs erwähnt, haben manche Personen einen Geburtstagskalender, während ich meinen Baustellenkalender für die ÜSTRA vorziehe. Allerdings können sich die Baustellen – im Gegensatz zu Geburtstagen – noch verschieben. Wenn ihr immer auf dem Laufenden sein wollt, folgt uns am besten bei Twitter, abonniert unsere ÜSTRA Verkehrszentrale oder schaut auf uestra.de.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ab wann fährt der 135er in Ledeburg endlich,anstatt über Immelmannstr.über Borglingstr./Buschriede/Eichsfelder str.(IGS) zum Stöckener Markt/Stöcken? ;-)

    • Der Weg für die Schüler der IGS von der Buschriede zum Stöckener Markt ist nicht gerade kurz.
      Die gesonderten Schulbusse,die zu den dortigen Stoßzeiten aufziehen,dürfen meines Wissens nur von bestimmten Schülern genutzt werden.
      Von der von mir angedachten,eigentlich generell gemeinten Streckenführung handelt es sich bei der Borglingstrasse und Buschriede keineswegs um verschlafene,kleine Seitenstraßen ,-man könnte eher auf die Idee kommen,das dies auch ursprünglich einmal gedacht,oder geplant war .
      Jedenfalls von dem stadtauswärtigem,doppelten Linksabbieger auf der Mecklenheidestraße halte ich persönlich aus Sicherheitsgründen wenig.
      Am Stöckener Markt wird momentan auch erneuert.
      Wenn man diesen Faden noch weiter verfolgen wollte,könnte dies dann auch alle 10 Minuten ein 121er abfahren.

  2. Sollten nicht auch 2 Haltestellen der Linien 9 in Bothfeld (Hst. Bothfeld und Hst. Kurze-Kamp-Str.) in diesem Jahr einen Hochbahnsteig bekommen? Ist es nicht auch geplant die Gleise im Bereich der Hst. Kurze-Kamp-Str. zu verlegen, sodass der dortige Edeka seinen Neubau starten kann?

    • Hi Olaf, jap, du liegst richtig damit, dass es sowohl für „Bothfeld“ als auch für die „Kurze-Kamp-Straße“ einen Hochbahnsteig geben sollen. Allerdings wird es bis zur Fertigstellung noch bis zum Frühjahr 2022 („Bothfeld“) beziehungsweise 2021 („Kurze-Kamp-Straße“).
      Genauere Infos findest du auf der Website der infra:

      Kurze-Kamp-Straße
      Bothfeld

      Viele Grüße

      Timo

  3. Es wäre schön, wenn man bei der Planung umd Durchführung bei dem Umbau der Bahnsteige mal checkt wie der Bauvorschritt von statten geht. Da wird monatelang umgebaut, mit langen unverständlichen Arbeitspausen.
    Denke aber mal das dass die ÜSTRA nicht, wie die vergangenen Jahre, nicht in den Griff kriegt.

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