Baumaßnahmen 2019: Pflege für Gleise, Weichen und Hochbahnsteige
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Baumaßnahmen 2019: Pflege für Gleise, Weichen und Hochbahnsteige

Die infra – Eigentümer von Schienen und Haltestellen der ÜSTRA Stadtbahnen – hat den Baustellenplan für 2019 präsentiert. Es gibt wieder einiges zu tun: Hochbahnsteige müssen in Schuss gehalten und Gleise ausgetauscht werden.

Sieben Hochbahnsteige werden saniert: Für garantierte Barrierefreiheit

Hochbahnsteige sorgen dafür, dass jeder Fahrgast – egal ob mit Rollstuhl, Gepäck oder Kinderwagen – problemlos in die Stadtbahn steigen kann. Damit dies auch so bleibt, werden im Jahr 2019 sieben Hochbahnsteige saniert. Die Sanierung dauert pro Haltestelle ungefähr drei Monate. Schwerpunkt der Arbeiten sind die Vahrenwalder und die Hildesheimer Straße. Folgende Haltestellen sind betroffen:

Januar bis Juni 2019:

  • „Büttnerstraße“ (Linie 1, 2)
  • „Dragonerstraße“ (Linie 1, 2, 8)
  • „Am Sauerwinkel“ (Linie 3, 7)

Juni bis Dezember 2019:

  • „Vahrenwalder Platz“ (Linie 1, 2, 8)
  • „Niedersachsenring“ (Linie 1, 2)
  • „Fiedelerstraße“ (Linie 1, 2, 8)
  • „Bothmerstraße“ (Linie 1, 8)

Auch im Jahr 2019 wird im Streckennetz gebaut. (Foto: Florian Arp)

Während der Arbeiten können die betroffenen Hochbahnsteige nicht genutzt werden. Wenn möglich, werden ersatzweise Tiefbahnsteige eingerichtet. Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen empfehlen wir, die angrenzenden Stationen mit Hochbahnsteig zu nutzen. Mittlerweile sind rund 80 Prozent der Stadtbahnhaltestellen barrierefrei und im Busbetrieb wird ebenfalls auf Barrierefreiheit gesetzt. Deswegen werden in diesem Jahr rund zwanzig weitere Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. Während der Umbauarbeiten halten die Busse in der Regel an Ersatzhaltestellen in der Nähe des regulären Stopps.

Drei Kilometer neue Gleise pro Jahr

Ungefähr 120 Kilometer umfasst das Gleisnetz auf dem die ÜSTRA fährt. Der tägliche Betrieb – eine Stadtbahn wiegt beträchtliche 40 Tonnen – und die unterschiedlichen Wetterlagen (Hitze, Kälte, Regen, Schnee), gehen an Gleisen und Weichen nicht spurlos vorbei. Trotzdem halten die Gleise stolze 30 bis 40 Jahre. Doch dann müssen neue her. Das heißt, es gibt durchschnittlich rund drei Kilometer neue Gleise pro Jahr. Während Gleise oder Weichen ausgetauscht werden, ist für unsere Bahnen ab und an eine Pause angesagt. Die Konsequenz heißt dann: Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen. Um den Betrieb so wenig wie möglich zu stören, kommt es meistens an Feiertagen, Wochenenden oder zumindest in der Ferienzeit zu den sogenannten Sperrpausen. Die umfangreichsten Gleis- und Weichenarbeiten in 2019 sind:

  • Linie 1: Gleisbau auf der Vahrenwalder Straße zwischen Alter Flughafen bis Wiesenau (insgesamt rund ein Kilometer neue Gleise)
    • SEV„Kabelkamp“ bis „Langenhagen“
      • Samstag, 7. September, bis Sonntag, 8. September 2019
      • Sonntag, 22. September 2019
      • Donnerstag, 3.Oktober (Tag der Deutschen Einheit), bis Sonntag, 6. Oktober 2019
      • Sonntag, 20. Oktober 2019
      • Samstag, 26.Oktober, bis Sonntag, 27.Oktober 2019
      • Donnerstag, 31. Oktober (Reformationstag), bis Sonntag, 3. November 2019
  • Linie 3 und 7: Erneuerung der Weichen am Paracelsusweg und am Gehaplatz
    • SEV „Noltemeyerbrücke“ bis „Misburg“ bzw. „Altwarmbüchen“
      • Donnerstag, 30. Mai (Himmelfahrt), bis Sonntag, 2. Juni 2019
  • Linie 4 und 5: Gleisbau in Herrenhausen und in Kleefeld am Pferdeturm
    • SEV „Herrenhäuser Gärten“ bis „Stadtfriedhof Stöcken“
      • Samstag, 8. Juni, bis Montag, 10. Juni 2019 (Pfingsten)
    • SEV „Freundallee“ bis „Roderbruch“ bzw. „Anderten“
      • Freitag, 26.Juli ab, ca. 21Uhr, bis Sonntag, 28. Juli 2019

Rund drei Kilometer Gleise werden pro Jahr erneuert. (Foto: Martin Bargiel)

Im Laufe des Jahres sind noch weitere Bauarbeiten geplant. Wie gewohnt, informieren wir euch über alle Maßnahmen auf uestra.de, Twitter und Facebook. Und auch wenn ihr manchmal denkt, dass Bauarbeiten lästig sind: Sie sind notwendig und sorgen dafür, dass ihr sicher mit der ÜSTRA unterwegs seid.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Nieschlagstraße und Ginsterweg gibt auch SEV, oder?

    Werden bei der Maßnahme am Pferdeturm die 127 und 137 bis Freundallee verlängert?

    • Hi Friedrich, genau. An der Nieschlagstraße sind zwei Sperrpausen an Wochenenden geplant (Samstag, 4. Mai, bis Sonntag, 5.Mai und Samstag, 25. Mai, bis 26. Mai). Im Bereich Ginsterweg soll Samstag, 9. November, bis Sonntag, 10. November, gesperrt werden. Die genauen Termine können sich aber noch verschieben.

      Beim SEV im Bereich Pferdeturm fahren die Buslinien eine kurzzeitige Verlängerung bis zum Braunschweiger Platz.

      Beste Grüße

      Timo

  2. Warum dauert die Sanierung des Hochbahnsteigs am Sauerwinkel solange .
    Seit Tagen tut sich dort überhaupt nichts mehr .

    • Hi Olaf,

      in den Frosttagen konnten nur Rückbauarbeiten, vorbereitenden Arbeiten für die Reprofilierung der Bahnsteigkante und Schleifarbeiten für die Abdichtung des Fertigteils durchgeführt werden.
      Seit gestern werden die wetterabhängigen Arbeiten fortgesetzt. Es geht jetzt voran, insofern es die Witterung erlaubt.

      Viele Grüße

      Timo

  3. Wann wird denn die Linie 6 endlich barrierefrei? Die Eine Station kann doch nicht das Problem sein, oder? Auch sonst wird dieses Jahr nix an der Linie 6 gemacht, wieso? Das ist eine der wichtigsten Linien, mit der Messe und dem Industriegebiet am Nordhafen, an allen richtigen Linien bis auf die 9 (11 zählt für mich nicht, die hat ja nur 3 eigene Haltestellen) wird was gemacht, warum nicht die 6?

    • Hi Jacob,

      wie du bereits erwähnst, ist die Linie 6 bis auf eine Haltestelle barrierefrei. Die Haltestelle „Bahnhof Nordstadt“ ist der einzige Tiefbahnsteig auf der Linie. An dieser Haltestelle sind der infra jedoch zur Zeit die Hände gebunden. Die Deutsche Bahn plant Mitte des nächsten Jahrzehnts die Erneuerung ihrer Brücke über den Engelbosteler Damm. Diese Planung hat Einfluss auf Details bei der Planung des Hochbahnsteiges „Bahnhof Nordstadt“.

      Viele Grüße

      Timo

  4. „Modernisierung von Bushaltestellen“ und „barrierefreier Ausbau“ hört sich im ersten Moment schon mal gut an.
    Beispiel Kabelkamp. Dort wurden die Haltebereiche von der Kreuzung mit der Vahrenwalder Straße weggerückt. Und komplett neu gebaut. Und schöne „Parkstangen“ für Fahrräder installiert.
    Für den, der sich nicht auskennt: Unmittelbar in der Nachbarschaft befindet sich ein gut frequentierter Discounter. Die Haltestelle ist für die am Werktag bediente Linie 135. Takt: 30 Minuten.
    Dank des Ausbaus verfügt sie nun endlich über keine Sitzgelegenheit mehr, vom „Wetterschutz“ wollen wir schon mal gar nicht reden, und wer Einkaufstaschen dabei hat, die ein wenig schwerer sind, darf sie brav im nassen Dreck abstellen.
    Doch, wirklich, das nenn ich eine gelungene Sache!
    PS: Ein „Warteausweichen“ in die Stadtbahnhaltestelle ist insofern unsinnig da zum Beispiel Oma Fienchen mit ihren Taschen gar nicht so schnell vom trockenen Unterstand zur Bushaltestelle gelangen kann wie der Bus schon wieder weg ist.
    PPS: Wenn neue Unterstellmöglichkeiten geplant sein sollten – was ich arg bezweifle – warum wurden dann die alten, durchaus brauch- und vorzeigbaren so früh bereits abgerissen?
    Merke: Service und Kundenorientierung sieht anders aus denn man läßt sie nicht einfach im Regen stehen, und das kann man dort inzwischen wörtlich nehmen.

    • Hallo Chris, die Haltestelle „Kabelkamp“ wurde verschoben, damit sie barrierefrei umgebaut werden konnte. Für den Umbau ist nämlich eine gewisse Fläche notwendig und in der ursprünglichen Position war schlichtweg kein Platz. Der Witterungsschutz konnte nach dem Umbau nicht eingerichtet werden, da unter der Haltestelle mehrere Kabel verlegt sind. Das für dich als Hintergrundinfo. Beste Grüße Timo

      • Hallo Timo,
        und da hätte man die alten Häuslein nicht bewahren können? Auch wenn sie 10 Meter entfernt stünden?
        Und das mit der Barrierefreiheit – schaut Euch die Südseite mit den geparkten Autos noch mal genauer an. Der Bus kann gar nicht dicht genug an die Haltestelle, alle 30 Minuten bedient, fahren um eine „Barrierefreiheit“ herzustellen. Die Lücke zwischen Haltestelle und Bus ist im Grund größer geworden als vorher. Zumindest solang nicht zwischen Kreuzung und HS ein absolutes Halteverbot eingerichtet wird.
        Und: Wenn Platz ist für Fahrradhalter, dann wäre auch Platz für eine Sitzgelegenheit. Also bleibt ehrlich wenn man sich verplant hat.
        LG
        Chris

        • Hi Chris,

          deine Anregungen habe ich an die Fachbereiche weitergeleitet. Anbei noch eine allgemeine Auskunft zum barrierefreien Umbau von Bushaltestellen: Der Umbau wird zwischen den Verkehrsunternehmen und der betroffenen Stadt organisiert. In diesem Zuge werden die Umbaumöglichkeiten abgewogen und danach entschieden. Viele Grüße Timo.

  5. Das Rasengleis neben dem neu eröffneten Hochbahnsteig Steintor sieht bislang noch recht trostlos aus. Und auch in der Goethestraße sieht es mehr nach Wildwuchs aus, als dass da ein Gärtner seine ordnende Hand, bzw. seinen „grünen Daumen“ angelegt hätte. Ich habe neulich davon gelesen, dass es streng genommen gar keine Rasengleise sind, sondern „Grüngleise“. Weil Rasen dort nicht gut wächst – wegen der geringen Bodentiefe besteht Austrocknungsgefahr – werden Grüngleise mit Sukkulenten bepflanzt, die auch mal eine längere trockene Periode (siehe letzten Sommer) gut wegstecken können. Womit werden denn die neuen Grüngleise in der Goethestraße bepflanzt werden?

    • Hi Henry,

      die Witterung seit dem letzten Sommer bis jetzt, war nicht gerade förderlich, um das Grüngleis wirklich grün werden zu lassen. Geben wir wir dem Rasen also noch ein wenig Zeit. „Sukkulentengleise“ gibt es in Hannover nicht. Wir haben lediglich den klassischen Rasen und Sedumgleise.

      Beste Grüße

      Timo

      • Hallo Timo,
        vielen Dank für den Hinweis auf die Sedumgleise.
        Die Sedum-Bepflanzung kommt mit weniger Wasser aus als der Rasen.
        Vielleicht ist es doch an der Zeit die Gleise der neuen Linie 10/17 durch die Goethestraße und die Münzstraße mit Sedum zu bepflanzen, denn der Rasen, der dort bislang gewachsen ist, sieht leider immer noch sehr unansehlich aus.
        Andererseits hat so ein Sedumgleis keine so richtig hübsche grüne Farbe wie ein Rasengleis. Aber wenn mit der Sedum-Bepflanzung eine pflegeleichte und dichte Pflanzendecke entsteht, dann ist das schöner als die spärlich wachsenden Grasbüschel und viel gelben verdürrten Halme.

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