Frische Luft bei der ÜSTRA – Bei uns ist immer „Tag der offenen Tür“
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Frische Luft bei der ÜSTRA – Bei uns ist immer „Tag der offenen Tür“

Einmal pro Tag ein Adventskalendertürchen öffnen, gehört zu Weihnachten wie Lebkuchen, Glühwein oder der festlich geschmückte Tannenbaum! Bei der ÜSTRA wird jedoch nicht nur ein Türchen pro Tag geöffnet. Die Devise lautet: „Alle Türen auf, wann immer möglich.“ Grund dafür ist allerdings nicht die Vorweihnachtsfreude. Wir lüften so oft es geht, um einen möglichst hohen Luftaustausch zu haben. Denn frische Luft macht dem Coronavirus das Leben schwer. Deshalb ist jeder Tag ein „Tag der offenen Tür“: das gilt bereits für unsere Busse, unsere Stadtbahnen und ab sofort auch für unsere Aufzüge in den Tunnelstationen.

Ich stehe auf der Verteilerebene an der Station „Lister Platz“. Eigentlich kein Ort zum Verweilen, da dort alle Menschen in Bewegung sind. Entweder wollen sie eine Ebene hinunter zum Bahnsteig oder eine Ebene nach oben in Richtung Lister Meile oder Eilenriede. Während ich auf der Verteilerebene stehe, bemerkt mich niemand. Ich bemerke jedoch etwas: Es ist wahr! Die Aufzugstüren sind geöffnet!

Es ist wahr: Die Aufzugstüren sind geöffnet. (Foto: Florian Arp)

Tag der offenen Aufzugstür

Zugegebener Maßen, unter normalen Umständen würde mich mein Aufzugs-Enthusiasmus selbst irritieren. Schließlich sollte es keinen Unterschied machen, ob die Türen im Ruhezustand geöffnet oder geschlossen sind. Hauptsache der Aufzug erfüllt seinen Zweck – nämlich eine vertikale Beförderung – barrierefrei und bequem. Die offenen Aufzugstüren dienen jedoch einem guten Zweck: Frische Luft in Zeiten der Pandemie! Durch die geöffneten Türen wird ein durchgehender Luftaustausch garantiert und das passt dem Coronavirus mal so gar nicht. Die Türen sind also geöffnet und schließen lediglich, wenn der Aufzug auf eine andere Ebene gerufen wird. Im Ruhemodus warten unsere Aufzüge unterirdisch auf den nächsten Fahrgast. Die Tunnelstationen gewährleisten eine hohe Luftzirkulation und unter der Oberfläche ist die Gefahr von Störungen durch Laub oder andere Gegenstände geringer als auf der Straßenebene.

An und in den Tunnelstationen gibt es insgesamt 53 Aufzugsanlagen. Wer jetzt denkt: „Na, die sind doch im Handumdrehen umprogrammiert!“, täuscht sich gewaltig! Hinter den Aufzügen steckt komplexe Technik und das teilweise aus unterschiedlichen Dekaden. Unser ältester Aufzug am „Aegidientorplatz“ stammt aus dem Jahr 1981. Dieser wird mit einem ganz anderen Mechanismus gesteuert, als beispielsweise das digitalste Modell am „Steintor“ – Baujahr 2017. Außerdem gibt es mit Seil- und Hydraulikaufzügen zwei komplett unterschiedliche Funktionsweisen. Wegen dieser Vielseitigkeit werden unsere Aufzüge nach und nach umprogrammiert.

Dass eine gute Durchlüftung wichtig ist, zeigen die Nutzerzahlen unserer Aufzüge. Nehmen wir als Beispiel den Aufzug an der „Kopernikusstraße“. Seit Inbetriebnahme hat dieser Aufzug rund 3,8 Millionen Fahrten hinter sich gebracht. Da ist – gerade in der aktuellen Zeit – regelmäßiges Lüften unabdingbar.

Rund 3,8 Millionen Fahrten hat der Aufzug an der „Kopernikusstraße“ bereits auf dem Buckel. (Foto: Florian Arp)

Tag der offenen Bus- und Stadtbahntür

Die Philosophie: „Jeder Tag ist ein ‚Tag der offenen Tür’“, gilt in unseren Bussen und Stadtbahnen bereits seit dem Frühjahr. An allen Haltestellen, egal ob im Bus- oder Stadtbahnbereich, wird die Chance zum Lüften genutzt.

Bei unseren Bussen bleibt die vorderste Tür für den Fahrgastwechsel zwar aktuell geschlossen, da unser Fahrpersonal durch eine Schutzfolie „isoliert“ fährt, allerdings werden alle anderen Türen an jeder Haltestelle geöffnet. Dabei ist es übrigens egal, ob der Haltewunsch-Knopf gedrückt wurde oder nicht. Somit sorgt jede Haltestelle für einen frischen Luftaustausch in unseren Stadtbussen.

Das gleiche gilt auch für unsere Stadtbahnen. Alle Türen werden automatisch an jeder Haltestelle oder Tunnelstation geöffnet. Zudem sind alle Fensterklappen weiterhin entriegelt, sodass bei Bedarf eine frische Brise durch den Fahrtwind in die Fahrzeuge weht.

Um für frische Luft zu sorgen, bleiben die Fenster in unseren Bahnen auch in den Wintermonaten entriegelt. (Foto: Martin Bargiel)

Normalerweise werden die Fenster in den Wintermonaten verschlossen, damit es in den Stadtbahnen nicht zu kalt wird. In diesem Jahr ist vieles anders. Deshalb: Lieber den dicken Schal um den Hals wickeln und sich in unseren Fahrzeugen und Aufzügen – wie beim Adventskalender – über jedes offene Türchen freuen. Und während es beim vorweihnachtlichen Kalender insgesamt gerade mal 24 Türen sind, so sind es alleine bei unseren Aufzügen über 50!

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