Die grünen Daumen der ÜSTRA
Scroll

Die grünen Daumen der ÜSTRA

Am Wegesrand sprießen Tulpen, die Bäume tragen wieder Knospen und beim Wochenendspaziergang bekommt man den Grillgeruch nicht mehr aus der Nase – die Gartensaison ist eröffnet! Während sich die Hobbygärtner unter uns wieder dem Unkraut im heimischen Garten widmen, um die Beete auf Vordermann zu bringen, sind die Gärtner der ÜSTRA schon tatkräftig unterwegs: Grün- und Rasenflächen in der Größe von mehr als 27 Fußballfeldern wollen auch dieses Jahr wieder gepflegt und gemäht werden.

Der Rasen wird nicht automatisch durch die Stadtbahnen getrimmt, da müssen unsere Gärtner ran. (Foto: Vanessa Graßmann)

Für die sechs ÜSTRA Gärtner ist das ganze Jahr über Saison: Damit die Pflanzen möglichst gut die kalte Jahreszeit überstehen, werden die 120.000 Quadratmeter Grünflächen und Beete auf Betriebshöfen, an Buswendeschleifen und Stadtbahnendpunkten sowie an Park+Ride-Anlagen und Gleichrichterwerken im Herbst von unseren grünen Daumen winterfest gemacht. Den Winter nutzen die Gärtner dann für Baum- und Heckenschnitt – insgesamt haben sie 2.000 Meter Hecken und zahlreiche Bäume zu stutzen. Auch die Pflanzen und Sträucher entlang der Stadtbahnstrecken müssen sie zurückschneiden, bevor diese die Oberleitung berühren oder die Sicht der Fahrer behindern.

Wie in den Kleingärten laufen im Frühling auch bei uns wieder die Rasenmäher heiß: Allein im Stadtbahnnetz sind es 75.000 Quadratmeter Rasenfläche, die es fünf bis sechs Mal im Jahr zu mähen gilt. Der Rasen wird allerdings nicht einfach durch die Stadtbahnen gekürzt, die regelmäßig über die Schienen fahren. Gemäht wird mit klassischen Rasenmähern per Hand und im laufenden Stadtbahnbetrieb. Mit mobilen Verkehrsschildern machen die Gärtner die Stadtbahnfahrer dazu auf sich aufmerksam, damit diese dann nur langsam den Arbeitsabschnitt durchfahren.
Die Pflege dieser Flächen ist damit zwar sehr aufwendig, weil die Arbeiten aufgrund des engen Taktes der Bahnen häufig unterbrochen werden müssen. Die Vorteile der Rasengleise sind jedoch nicht von der Hand zu weisen: Die zusätzlichen Rasenflächen zwischen den Schienen machen Hannover nicht nur ein wenig grüner und freundlicher, sondern auch leiser. Der Rasen „schluckt“ nämlich einen erheblichen Teil der Fahrgeräusche.

Die Stellen, die der Rasenmäher nicht erreicht, müssen noch zusätzlich bearbeitet werden. (Foto: Vanessa Graßmann)

Die anspruchsvollste Jahreszeit steht den Gärtnern jedoch noch bevor – Hobbygärtner kennen das: Mit seinen teils extremen Wetterlagen ist der Sommer besonders arbeitsintensiv. Warme Temperaturen, Sonnenschein und wenig Regen sind zwar schön zum Sonnen und Grillen im Garten daheim. Für unsere Profi-Gärtner bedeutet dieses Wetter aber vor allem zusätzliches Wässern und Gießen der Beete, damit die Pflanzen nicht verbrennen und austrocknen – und das ganz ohne Bratwurst vom Grill nebenbei. Andersherum ist die Vegetation bei einem regnerischen Sommer besonders stark. Gießen braucht man dann zwar nicht, dafür kommt man mit dem Rasenmähen kaum hinterher (und die 75.000 Quadratmeter Rasengleis müssen dann noch ein weiteres Mal gemäht werden). So oder so: Für die Gärtner der ÜSTRA ist immer Saison.

In diesem Sinne: Gut Grün!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo! Vielen Dank für den interessanten Artikel! Ihnen Frau Hupe und allen Üstranern, besonders den Gärtnern, wünsche ich einen guten Rest des Jahres. Mit freundlichen Grüßen Stefan Fastenau.

Schreibe einen Kommentar