Herbstbaustellen im Stadtbahnnetz
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Herbstbaustellen im Stadtbahnnetz

Der Herbst, mit Regen und Dunkelheit hält die infra – Eigentümerin von Schienen und Haltestellen der ÜSTRA Stadtbahnen – nicht davon ab, dass Stadtbahnnetz zu pflegen, zu optimieren und zu erweitern. Wir haben euch für das ÜSTRA Fahrtenbuch zusammengefasst, welche Baustellen in 2022 noch anstehen, trotz herbstlicher Witterung.

Sperrpausen: Gleisarbeiten mit Ersatzverkehren

Der tägliche Betrieb geht an den Gleisanlagen nicht spurlos vorbei. Demzufolge müssen die Gleise und Weichen turnusmäßig erneuert werden. Zwar soll der Stadtbahnbetrieb durch die Bauarbeiten so wenig wie möglich beeinflusst werden, aber in dem Moment, wo die Gleise getauscht oder das Gleisbett gestopft wird, heißt es für unsere Bahnen: Sperrpause.

Linie 1, 2 und 8

Auf der Strecke der Stadtbahnlinien 1, 2 und 8 kommt es zwischen Freitag, 30. September, gegen 21 Uhr, bis Montag, 03. Oktober, zu einer Sperrpause. Zwischen der Haltestelle „Peiner Straße“ und den jeweiligen Endpunkten „Laatzen“ beziehungsweise “Sarstedt“ (Linie 1), „Rethen“ (Linie 2) und „Messe/Nord“ (Linie 8), wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Stadtbahnen der Linien 1, 2 und 8 fahren im nördlichen Streckenabschnitt, zwischen den Endpunkten „Langenhagen“ (Linie 1), „Alte Heide“ (Linie 2) und „Hauptbahnhof“ (Linie 8) und der Haltestelle „Peiner Straße“, die reguläre Strecke. Der Umstieg zwischen den Stadtbahnen und der Ersatzbussen erfolgt parallel zur Stadtbahnhaltestelle an den Bushaltestellen an der „Peiner Straße“.

Im Herbst kommt es zu einigen Ersatzverkehren mit Bussen (Foto: Florian Arp)

Es fahren separate Ersatzbusse für die Stadtbahnlinien 1, 2 und 8. Diese sind in Anlehnung an die jeweilige Linie mit E1, E2 und E8 gekennzeichnet. Vor Ort informieren euch ÜSTRA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Ersatzverkehre. Bis auf den Halt „Laatzen/Rethener Winkel“, können trotz der Umleitungen alle Haltestellen bedient werden, wenn auch teilweise an verlegten Ersatzhaltestellen. Grund für die Sperrpause, sind Gleisbauarbeiten im Verlauf der Hildesheimer Straße, zwischen den Überfahrten in Wülfel, an der Garkenburgstraße und in Laatzen-Grasdorf, an der Erich-Panitz-Straße. An diesen beiden Abzweigungen werden die Rillenschienengleise erneuert. Die Arbeiten werden bewusst gebündelt durchgefügt, sodass die Einschränkungen auf den Stadtbahnbetrieb möglichst gering sind.

Auf den Linien 1, 2 und 8, gibt es ab der „Peiner Straße“ einen Ersatzverkehr mit Bussen. (Foto: Florian Arp)

Linie 5

Am Endpunkt der Linie 5 in „Anderten“, wird es nach über 20 Jahren Zeit für neue Weichen. Deshalb könnt ihr mit den Bahnen der 5, zwischen Samstag, 26. November, und Sonntag, 27. November, nur bis zur „Ostfeldstraße“ fahren. Aber keine Sorge, die verbleibenden zwei Haltestellen, „Königsberger Ring“ und „Anderten“, werden durch Ersatzbusse bedient.

Linie 6

Im Bereich der Haltestelle „Freundallee“ wird – man könnte fast sagen „mal wieder“ – an den Gleisen gearbeitet. In diesem Bereich wurde über die letzten Jahre das Gleisdreieck nach und nach erneuert. Dadurch kam es anstatt zu einer superlangen Sperrpause, die zeitgleich die Linien 4, 5, 6 und 11 betroffen hätte, zu mehreren kleineren Betriebsunterbrechungen auf den einzelnen Linien. Dieses Jahr werden die Arbeiten abgeschlossen und gleichzeitig noch der Bogen Kesrtingstraße erneuert, aber durch eine letzte Sperrpause müssen wir noch durch: Am Wochenende von Freitag, 04. November, circa 23 Uhr, bis Sonntag, 06. November, Betriebsschluss, kann die Linie 6 nicht die komplette Strecke bis zur „Messe/Ost“ fahren. Es wird zwischen der Haltestelle „Braunschweiger Platz“ und dem Endpunkt „Messe/Ost“, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Linie 6 biegt nach dem „Braunschweiger Platz“, nicht wie gewohnt rechts auf die „Freundallee“ ab, sondern fährt links, zum Halt „Hannover Congress-Centrum (HCC)“ und endet dort.

Linie 9

Auf der Linie 9 war in Sachen Baustellen bereits in den Sommerferien eine Menge los. Mehrere gebündelte Bauarbeiten sorgten für eine der größten Baustellen im Netzt in diesem Jahr. Die Bahnen konnten wochenlang nur bis zum „Körtingsdorfer Weg“, beziehungsweise zeitweise nur bis zum Halt „Schwarzer Bär“, fahren. Von dort ging es anschließend, auf zwei unterschiedlichen Routen, bis zum Endpunkt „Empelde“. Im Vergleich dazu, ist die herbstliche Baumaßnahme eine Kleinigkeit. Wegen Gleisstopfarbeiten kommt es am Montagabend, 14. November, ab circa 23 Uhr, bis zum Betriebsschluss, für einige Stunden zu einem nächtlichen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen der Haltestelle „Am Soltekampe“ und „Empelde“. Bei Gleisstopfarbeiten wird der Schotter um das Gleis verdichtet. Das geht logischerweise nur, wenn keine Stadtbahnen fahren.

Ein neuer Hochbahnsteig in Rethen

In diesem Herbst wird jedoch nicht nur das Streckennetz gepflegt, es geschieht ebenfalls etwas in Sachen Barrierefreiheit. Im Süden, auf der Strecke der Linie 2, geht Ende des Jahres der neue Hochbahnsteig „Rethen/Steinfeld“ in Betrieb. Damit dieses Ziel erreicht wird, laufen die Arbeiten im Herbst unter Hochdruck weiter.

Mehr Barrierefreiheit auf der Linie 2: An der Haltestelle „Rethen/Steinfeld“ geht Ende des Jahres der neue Hochbahnsteig in Betrieb. (Foto: Florian Arp)

Zudem beginnen dieses Jahr, auf dem gleichen Streckenast, die Vorbereitungen für die Hochbahnsteige an der neuen Haltestelle „Rethen/Pattenser Straße“ und am Halt „Gleidingen/Orpheusweg“. Diese Hochbahnsteige sollen dann 2023/2024 fertig werden. Somit geht es mit der Barrierefreiheit im Stadtbahnnetz weiter voran.

Als Nächstes beginnen die Arbeiten für die Hochbahnsteige an der neuen Haltestelle „Rethen/Pattenser Straße“ und am Halt „Gleidingen/Orpheusweg“. (Foto: Florian Arp)

Die Streckenverlängerung nach Hemmingen

Mit großen Schritten voran, geht es auch bei der Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen. Der „hannoversche“ Teil ist mittlerweile so gut wie fertiggestellt. Das heißt, die Strecke und die Haltestellen sind gebaut. Jetzt geht es in Hemmingen mit Straßen-, Gleis- und Schienenbau weiter. Ende des kommenden Jahres ist Inbetriebnahem geplant. Wenn alles nach Plan läuft, können wir im Herbst 2023 nicht nur über Baustellen zur Pflege und Instandhaltung des Stadtbahnnetzes bloggen, sondern auch über den Abschluss der Streckenerweiterung nach Hemmingen.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Üstra,
    das heißt, dass ab Fahrplanwechsel die neuen TW 3000 auch bis Rethen Steinfeld fahren können. (Im Regelbetrieb)
    Und wann wird dann die komplette Linie 2 bis Rethen Barrierefrei sein?

    • Hi Arian, die Barrierefreiheit bis „Rethen/Steinfeld“ ist zwar ab der Eröffnung des neuen Hochbahnsteiges gegeben. Allerdings sind die nachfolgenden Haltestellen „Rethen/Nord“ und „Rethen“ noch nicht barrierefrei. Erst mit Fertigstellung des Bahnsteigs am neuen Halt „Rethen/Pattenser Straße“ und der Linienverlängerung der Linie 2 nach Gleidingen können auch TW3000 auf der Linie 2 im gesamten Verlauf eingesetzt werden.

      Viele Grüße

      Timo

  2. Ab wann werden denn auf der Linie 6 endlich mal Bahnen des Typs TW 3000 eingesetzt und nicht immer nur die veralteten Silberpfeile?

    • Dafür muss die gesamte Strecke der Linie 6 mit Hochbahnsteigen ausgestattet sein. Dies soll laut jetzigem Planungsstand bis Mitte der 2020er erfolgen.

      Viele Grüße

      Timo

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