Hitzefrei: Immer schön cool bleiben im TW 3000
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Hitzefrei: Immer schön cool bleiben im TW 3000

Draußen lacht die Sonne und das Thermometer klettert – für hannoversche Verhältnisse – in ungeahnte Höhen. Da kann einem schon mal richtig warm werden. Eine kleine Abkühlung verspricht neben einem Eis oder dem Schwimmbadbesuch auch unser TW 3000. Aber wie schafft es die neuste Stadtbahn eigentlich, auch bei hohen Temperaturen so „cool“ zu bleiben?

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Unsere Bahnen sind an warmen Sommertagen genauso von der Hitze betroffen wie wir. Neben den hohen Temperaturen heizen ihnen auch die direkte Sonneneinstrahlungen sowie die Körperwärme der Fahrgäste ordentlich ein. Und so übertrifft die Innentemperatur einer Bahn vor allem oberirdisch schnell mal die gemessene Außentemperatur. Das heißt, wenn draußen 30 Grad sind, kann es im Fahrzeug auch schon mal 36 Grad warm werden. Um dieses starke Aufheizen zu verhindern, setzen wir im TW 3000 eine Temperierungsanlage ein. Dabei handelt es sich um eine Art Klimaanlage, die jedoch nicht mit einer herkömmlichen Klimaanlage, wie man sie z.B. aus modernen Pkws, Hotels oder Kaufhäusern kennt, vergleichbar ist. Denn durch unserer Temperierungsanlage wird kein kaltes, aber immerhin ein merklich angenehmeres Raumklima in der Bahn geschaffen. Die Anlage sorgt dafür, dass die Innentemperatur der Bahn die Außentemperatur nicht übersteigt. Die Bahnen werden also „abgekühlt“, aber eben nicht auf Gefrierschrankniveau, sondern nur auf die vorhandene Außentemperatur oder minimal darunter. Außerdem wird die Luft in den Bahnen entfeuchtet. Gerade an sehr schwülen Tagen macht das nochmal einen spürbaren Unterschied.

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Die auf dem Dach der Bahnen installierte Anlage reguliert die Innentemperatur immer, wenn das Thermometer draußen einen Wert zwischen 23 und 40 Grad misst – also wenn es richtig warm ist. Natürlich könnte man auch eine „richtige“ Klimaanlage in unseren Fahrzeugen verbauen und der Hitze mit angenehmen 19 Grad in Bus und Bahn den Kampf ansagen. Bei dem häufigen Öffnen der Türen wäre dies allerdings nicht nur sehr unwirtschaftlich (wer soll das zahlen?), sondern auch extrem schlecht für die Umwelt, da die gekühlte Luft immer wieder verloren ginge. Bei der im TW 3000 verbauten Technik hingegen stellt auch das Öffnen der Türen während der Fahrt kein Problem dar, schließlich wird keine kalte Luft verschwendet und nur die sowieso gewünschte Temperatur von draußen rein gelassen. Bevor ihr also an Tagen wie heute in der Sonne dahin schmelzt, fahrt doch lieber eine Runde mit dem TW 3000 🙂

P.S. In den älteren Stadtbahngenerationen, z.B. im grünen TW 6000 fehlt eine solche Temperierungsanlage leider. Hier empfehlen wir viel Wasser, ein starkes Deo und immer schön „cool“ bleiben ;).

23 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. *hystel* es ist zwar schön für die Fahrgäste…
    Aber als Fahrer kann man im TW-6000 wenigstens noch für etwas Durchzug sorgen, der TW-2000/2500 ist dank des gebogenen großen Fensters dann die Hölle (temperaturmäßig sogar im Wortsinn).

    Beim TW-3000 enthalte ich mich (mangels Erfahrung) eines Kommentars.

    Aber lieber einen gut gekühlten Fahrer, der mit Freude fährt.

    Euer TW6000 Liebhaber
    (PS: Ich mag kein „Innen-Sprech“, aber natürlich sind auch die Fahrerinnen eingeschlossen)

    • Ramona Reichel

      Hallo TW 6000 Liebhaber,

      Was die „höllischen Temperaturen“ angeht, möchte ich dich korrigieren. Im TW 2000/2500 steht den Fahrern in der Fahrerkabine eine Klimatisierung zur Verfügung. Ebenso im TW 3000. Nur im TW 6000 müssen Durchzug und kleine Ventilatoren tatsächlich leider noch ausreichen. Die Bahnen vom Typ TW 6000 werden aber nach und nach ersetzt (leider), sodass unserer Fahrer zukünftig alle einen klimatisierten Arbeitsplatz haben werden.

      Viele Grüße,
      Ramona

  2. Hallo Ramona,
    ich fühl mich jetzt ganz blöd, weil ich eine Korrektur der Korrektur machen möchte, aber nichtmal Stadtbahnfahrer bin (durfte den 6000er leider nur mal „um den Betriebshof“ fahren).

    Aber: Aus Fahrerkreisen wurde mir letzte Woche (wo wir mal richtig Sonne hatten) berichtet, dass die Klimatisierung leider vor der Sonneneinstrahlung kapituliert hat. Ab Tunneleinfahrt durften die sich endlich mal den Schweiß von der Stirn wischen. Die TW-6000 Fahrer waren hier (nach eigener Aussage) eindeutig besser dran.

    Euer TW6000 Liebhaber
    Noch ein PS: Ich finde es toll, wie gut und schnell Ihr diesen Blog pflegt. Großes Lob an alle.

  3. Lieber TW6000 Liebhaber,

    ich kann Ihnen nur zustimmen.
    Auch aus Fahrgastsicht ist mir der TW6000 am liebsten.

    Die Klimaanlage kommt doch bei den neuen Bahnen schon bei 27°C Aussentemperatur plus Sonneneinstrahlung nicht mehr gegenan. Man ist froh, wenn der Tunnel erreicht ist und ENDLICH ein kühlerer Luftzug jeden aus dieser Sauna befreit. Da hilft auch kein blaues Licht.
    Meiner Meinung nach hilft da nur Durchzug. (Klar ich weiss, manche vertragen keinen Zug. Aber als JAHRZEHNTElange, tägliche ÜSTRA-Nutzerin kann ich nur sagen: wenn’s wen gestört hat, hat er kurz gemöpt und das entsprechende Fenster wurde geschlossen. Wo ist das Problem?)
    Ich hatte auch jahrelang das „Vergnügen“ im Winter von Vahrenwald fast bis Rethen fahren zu müssen – mit den Silberpfeilen. Ich muss sagen: ab Beginn Laatzen wurde die Bahn leer und die letzten 15 Minuten war frieren angesagt…

    Also ehrlich gesagt am gemütlichsten waren die Vorgänger der grünen Bahnen: keine blöden rückwärts- oder seitwärts-Plätze (Hintern im Gesicht; beim Silberpfeil drückt die zu niedrige Kante schmerzhaft in die Wirbelsäule, bei den ganz neuen sind die Sitzflächen derart glatt, dass man sich schon bei normalen Bremsmanövern gut mit beiden Füssen am Boden verankern muss, um nicht durch die halbe Bahn zu rutschen), Fenster beidseitig, funktionierende Heizung auch bei -20°C, auf die man im Winter so schön die durchgefronenen Füsse stellen konnte.

  4. PS: Ich bin bestürzt und entsetzt, dass die Fahrer, die im Berufsverkehr Hunderte von Passagieren gleichzeitig befördern, keinen Einfluss auf Ihre Umgebungstemperatur haben. Bisher war ich davon ausgegangen, dass aus genau diesem Grund eine augenscheinlich „hermetisch“ abschliessende Tür genau aus diesem Grund gewählt wurde.
    Ist es technisch sooo schwierig, wenigstens in diesem kleinen Raum Wohlfühltemperaturen zu erzeugen? Das kann ja wohl nicht Euer ernst sein.

  5. Ich wünsche mir schon seit langem, mal bei der Entwicklung einer Stadtbahn als erfahrene Testperson mitzuwirken.

  6. Hallo Ramona,
    du schreibst: „Natürlich könnte man auch eine „richtige“ Klimaanlage in unseren Fahrzeugen verbauen und der Hitze mit angenehmen 19 Grad in Bus und Bahn den Kampf ansagen. Bei dem häufigen Öffnen der Türen wäre dies allerdings nicht nur sehr unwirtschaftlich (wer soll das zahlen?), sondern auch extrem schlecht für die Umwelt, da die gekühlte Luft immer wieder verloren ginge.“

    Dem möchte ich widersprechen. Denn es klingt natürlich zunächst mal richtig, dass es teuer ist eine richtige Klimanalge zu betrieben. Und da Menschen, die den ÖPNV benutzen ohnehin überdurchschnittlich häufig eine „ökologische Ader“ haben, zieht vordergründig auch der Aspekt, dass der Verzicht auf eine vollwertige Klimanalage der Umwelt angeblich zu Gute kommt.
    Genauer betrachtet müsste jedoch den Verantwortlichen bei der Üstra und bei den Entscheider*innen in der Region eigentlich klar sein, dass der ÖPNV in Konkurrenz zum Autoverkehr steht. Und dass es erwünscht ist und auch ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, dass Mobilität im ÖPNV stattfindet statt mit dem Auto!
    Im letzten Jahrzehnt jedoch fand bei den Auto-Klimanalagen eine Entwicklung statt, die sich heute so darstellt, dass eine Klimanalage bei den allermeisten Auto-Modellen zur Grundausstattung gehört. Und viele Autofahrer*innen wollen besonders an warmen Sommertagen darauf auch nicht verzichten. Wenn aber Autofahrer*innen umsteigen und an warmen Sommertagen die selbst in den nagelneuen TW 3000 Fahrzeugen hohen Temperaturen erleben (ganz zu schweigen von der Bruthitze in den älteren Fahrzeugen und in den ebenfalls nicht klimatisierten Stadtbussen), dann ist das „Experiment Umsteigen auf den ÖPNV“ ganz schnell beendet.
    Und dass wiederum belastet die Umweltbilanz insgesamt ganz erheblich!
    Fazit:
    Erstens spar ich jede Menge Energie, wenn ich Bus und Bahn statt das Auto benutze, so dass der geringfügige zusätzliche Energiebedarf für eine richtige Klimananlage in der Stadtbahn locker weggesteckt werden kann.
    Zweitens könnten sicher zahlreiche Autofahrer*innen zusätzlich zum Umsteigen auf Bus und Bahn motiviert werden, wenn die Fahrzeuge auch an heißen Sommertagen angenehm temperiert wären. Dadurch würde noch mal zusätzlich jede Menge Energie gespart werden, weil diese neu dazukommenden Fahrgäste ja nicht mehr mit dem Auto unterwegs wären.
    Drittens würden sich durch gute Klimananlagen auch die Kosten nicht erhöhen, denn je mehr Menschen den ÖPNV benutzen, um so preiswerter kann er angeboten werden. (Es gibt dann im Verhältnis deutlich weniger Fahrten mit nur sehr schwach besetzten Fahrzeugen!)

    • Ramona Reichel

      Hi Henry,

      ich stimme dir vollkommen zu, dass eine Klimaanlage sicherlich den einen oder anderen Autofahrer noch zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen könnte. Allerdings gibt es ja auch eine Vielzahl anderer Gründe für den privaten PKW – da wird eine gut gekühlte Bahn alleine als Argument nicht ausreichen.

      Der entscheidende Punkt gegen eine Klimaanlage bei der Stadtbahn oder dem Bus ist das häufige Öffnen der Türen. Das wäre, als ob ein Autofahrer zwar seine Klimaanlage anmacht (die ja einen Mehrverbrauch von Sprit verursacht), gleichzeitig aber auch das Fenster öffnet oder an jeder Kreuzung einmal die Tür groß aufmacht. Die Energieverschwendung und der Nutzen einer Klimaanlage stehen dabei einfach nicht im Verhältnis. Außerdem wäre das Nachrüsten der alten Fahrzeuge (TW 6000 und TW 2000) mit solchen Anlagen unsagbar teuer. Dennoch arbeiten wir natürlich ständig daran, die Fahrt mit unseren Fahrzeugen noch angenehmer zu machen. Daher ja auch die hier beschriebene Temperierungsanlage im TW 3000, die einen merklichen Unterschied zur Hitze draußen schafft.

      Viele Grüße,
      Ramona

  7. Die Argumentationskette „Klimanlage wegen des häufigen Öffnen der Türen ist unwirtschaftlich“ hinkt doch aber gewaltig!. Im Sommer möchtet ihr keine Klimaanlage in den Fahrzeugen nutzen, weil die Türen sich häufig öffnen und die Klimanlage deswegen unwirtschaftlich wäre. Die genutzte Temperierungsanlage kann kein Wohlbefinden herstellen, wenn draußen 30 Grad mit angenehmen Luftzug sind, im Fahrzeug aber vielleicht 28 stickige Grad herrschen, weil die Mini-Fenster entweder vom Fahrer verschlossen wurden oder wegen der „Größe“ sowieso keine Luft ins Fahrzeug bringen. Nun aber zum Hinken des Argumentes der Unwirtschaftlichkeit: Warum werden die Fahrzeuge im Winter dann eigentlich beheizt? Durch das häufige Öffnen der Türen ist das doch auch total unwirtschaftlich! Irgendwie seltsam, oder?

    • Ramona Reichel

      Hallo Karl,

      die von uns eingebaute Temperierungsanlage soll neben der gewünschten Temperatur auch frische und getrocknete Luft bringen, inkl. Luftzirkulation. Ich habe mir das gerade auch nochmal von den Experten aus der Werkstatt bestätigen lassen. Wenn die Luft tatsächlich steht und stickig ist, dann funktioniert offenbar die Anlage nicht mehr richtig und wir müssen daran arbeiten. In solchen Fällen brauchen wir dringend die Wagennummer, damit wir der Sache auf den Grund gehen können.

      Zum Thema Heizen im Winter: Ja, wir verbrauchen durch das Heizen (und den Wärmeverlust beim Öffnen der Türen) im Winter mehr Energie. Wir wollen unseren Fahrgästen aber nicht zumuten, bei 0 Grad Außentemperatur in einer eiskalten Bahn zu sitzen. Da geht es dann nämlich nicht mehr um nur um Komfort, sondern auch um Gesundheit.

      Viele Grüße,
      Ramona

  8. Hi Ramona,

    gerade haben wir mal wieder >30° Tage… Hast Du Dir mal den Spaß gemacht, Dich in die Fahrerkabine eines TW-6000/2000/3000 zu setzen?

    Zum Punkt gegen die Klimaanlage… Dann ist also die Heizung auch völlig witzlos. Immerhin entschwindet im Winter warme Luft rein physikalisch schneller durch die offenen Türen, als kühle Luft im Sommer… Hmmmmm. Dein Beispiel hinkt 😉

    Sorry, für das Auseinandernehmens des Beispiels und viele Grüße

    der TW-6000 Liebhaber

    • Ramona Reichel

      Hallo TW 6000 Liebhaber,

      Du hast natürlich Recht, wir verbrauchen durch das Heizen (und den Wärmeverlust beim Öffnen der Türen) im Winter mehr Energie. Wir wollen unseren Fahrgästen aber nicht zumuten, bei 0 Grad Außentemperatur in einer eiskalten Bahn zu sitzen. Da geht es dann nämlich nicht mehr um nur um Komfort, sondern auch um Gesundheit.

      Viele Grüße,
      Ramona

      • Im Winter geht es also um die Gesundheit? Und da ist die Üstra natürlich um ihre Fahrgäste besorgt. Im Sommer geht es demnach also „nur“ um den Komfort? Und das ist der Üstra gleichgültig?

        So geht das nicht weiter. Mag sein, dass es an heißen Sommertagten sehr energieintensiv ist, mit einer guten Vollklima-Anlage die Temperaturen für die Fahrgäste im Wageninneren erträglich zu halten. Aber: Regiobus kriegt das auch hin. Und auch wenn da die Türen nicht ganz so häufig öffnen, dann muss halt ein stärkeres Klima-Anlagen-Modell in die Stadtbusse und Stadtbahnen eingebaut werden.

        Der Energieverbrauch ist erstens deutlich höher, wenn die Menschen Bus und Bahn meiden und stattdessen lieber mit dem eigenen PKW fahren, weil der eine Klimaanlage hat.

        Und zweitens sind es letztlich nicht so viele heiße Tage an denen die Klimaanlage auf wirklich voller Leistung betrieben werden müsste.

        Wer aber nur einen dieser heißen Tage erwischt, der ist möglicherweise restlos bedient und schnell bereit ins Horn der ewigen Nörgler zu blasen und den ÖPNV einfach nur noch „blöd“, „rückständig“ oder „völlig unmöglich“ zu finden und das auch in seinem Bekanntenkreis eifrig weiter zu verbreiten.

        Und zum Argument „im Winter geht es geht um die Gesundheit“: Darum geht es auch im Sommer. Für gesundheitlich angeschlagene Menschen ist die Fahrt in einem „Brutkasten“ (=nicht klimatisierter Bus oder Stadtbahn) eine erhebliche gesundheitliche Strapaze.

        Mein Appell an die Üstra: Umdenken und Stadtbahnen und Busse voll klimatiseren. Und wenn das für die vorhandenen Fahrzeuge zu spät sein sollte, dann unbedingt bei Neuanschaffungen auf eine sehr gute Vollklimatisierung achten!

    • Hallo TW 6000 Liebhaber,

      da muss ich aber mal Ramona zur Seite springen. Der Energieaufwand, der dafür aufgewendet werden muss, um einen Raum zu heizen, ist deutlich geringer, als der Energieaufwand, der dafür aufgebracht werden muss, um einen Raum zu kühlen. Kaufhäuser beispielsweise verbrauchen selbst bei moderaten Außentemparaturen, also auch im Frühling und Herbst sehr viel Energie, um eine erträgliche Raumtemperatur zu erzeugen.

      Ich halte es aber für völlig absurd, die Energiekostenfrage oder die damit verbundene Umweltbelastung ins Spiel zu bringen, wenn es darum geht, ÖPNV-Fahrzeuge so zu temperieren, dass darin eine angenehme Temperatur herrscht.

      Nochmal: Der ÖPNV ist (mal abgesehen vom Fahrrad) die Alternative zum MIV! Der Motorisierte Individualverkehr aber ist in jedem Fall deutlich kostenintensiver und energieintensiver und beansprucht etwa das hundertfache (sic!) an Verkehrsfläche!

      Wenn es darum geht, mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen, dann führt an Vollklimaanlagen kein Weg vorbei. Und wer meint, es ginge auch ohne Klimaanlagen, der muss sich den Vorwurf gefallen, dass sie/er es mit der stadtfreundlichen und ökologischen Transformation des Mobilitätsverhaltens nicht wirklich ernst meint.

      Tut mir leid Ramona, auch wenn ich dir weiter oben im Text zunächst zustimmte, an der Stelle gehen wir dann wohl doch auseinander mit unseren Einschätzungen.

  9. Lieber Henry,

    warte doch mal ab, was in näherer Zukunft in den Stadtbahnen passiert.
    Vielleicht gibt es ja positive Überraschungen 😉

    Denn Hitze ist medizinisch deutlich gefährlicher, als Kälte. Wenn es kalt ist, ziehen sich Menschen einfach wärmer an. Bei Hitze wird das schwierig.

    der TW-6000 Liebhaber

    • Hallo TW6000 Liebhaber,
      ich lasse mich gerne positiv überraschen. Hab‘ ich irgendwas überlesen oder sonstwie nicht mitgekriegt? Ein Teil der 6000er soll ja noch mal für 10 Jahre fit gemacht werden. Kriegen die dann eine Voll-Klima-Anlage? Nun sag‘ schon, du bist doch der 6000er-Liebhaber!
      Viele Grüße, Henry

      • Hallo Henry,

        nun mal nicht so neugierig. Ts ts ts.
        Ich schrieb ja auch „Vielleicht…“.
        Und nein, ich bin kein Mitarbeiter der üstra.

        Grüße zurück
        der TW-6000 Liebhaber

  10. Sie sagen , dass es eine Klimatisierung keinen Zweck hat, weil die Türen zu oft geöffnet werden.
    In anderen Städten und Ländern ist es aber kein Problem. Da funktionieren Klimaanlagen auch bei 32°C und trotz der Hitze ist es drin angenehm kühl.

    Ein moderner ÖPNV soll komfortabel sein.

    Selbst in Osteuropa werden alle neue Fahrzeuge klimatisiert. In fast allen Ländern gehört es schon zur Normalität.

    Warum ist bei uns alles so komisch?

    • Christine Wendel

      Ja, andere Verkehrsunternehmen entscheiden sich für eine Voll-Klimatisierung ihrer Fahrzeuge. In südlichen europäischen Ländern ist das sicher auch sinnvoll – da dort viele sehr warme Tage zu verzeichnen sind. Wir haben uns für die Temperierungsanlage entscheiden. Die Gründe dafür lesen Sie in unserem Text: Eine Vollklimatisierung funktioniert nur mit einem hohen Energieaufwand – das ist ein enormer Kostenpunkt und nicht sehr umweltfreundlich. Die Temperierungsanlage im TW 3000 verhindert aber das weitere Aufheizen des Fahrzeugs (das kennen wir ja auch vom PKW), daher herrscht im Wagen an den wirklich heißen Tagen hier in Deutschland keine „Bullenhitze“.

  11. Die Üstra könnte auch einfach dafür sorgen, dass die Klappfenster zu öffnen sind. Ich bin heute bei 28° C im Silberpfeil von Sarstedt in Richtung City gefahren, und in dem Teilbereich, in dem ich mich befand, waren alle Klappfenster geschlossen und abgeschlossen! Unerträgliche Temperaturen zum Feierabendverkehr im überfüllten und aufgeheizten Wagen waren angesagt…

    • Christine Wendel

      Oh, die Fenster im 2000 waren abgeschlossen? Das sollte aber nicht sein! Dann bitte dem Fahrer/ der Fahrerin Bescheid geben, damit sich das ändert. Wir möchten wirklich keine mobilen Saunen durch Hannover fahren.

      • Im 21. Jahrhundert Fenster aufmachen statt die Klimaanlage zu benutzen… einige Sachen in Deutschland werde ich nie begreifen… selbst in ärmsten Ländern wie Serbien ist Klimatisierung genau so selbstverständlich wie Heizung oder Licht

        • Christine Wendel

          Der TW 2000 hat keine Klimaanlage, sodass die Fenster als einzige Möglichkeit bieten. Klimaanlagen sind eine Frage des Geldes: Die kalte Luft, die durch das öffnen der Türen an den Haltestellen entweicht, muss neu geschaffen werden. Das kostet Energie, also Geld. Es ist also eine stetige Abwägung zwischen Kosten und Nutzen (Wieviele Tage sind so heiß, dass man zwingend eine Klimatisierung braucht?) Zudem liegt Serbien um einiges südlicher als Deutschland – ohne persönliche Erfahrungswerte wage ich zu behaupten, dass es dort auch einige warme Tage mehr gibt als in unseren Breitengraden.

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