protec U-Bahnwachen: Starke Typen – Starker Service
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protec U-Bahnwachen: Starke Typen – Starker Service

Breites Kreuz und tätowierte, muskulöse Oberarme. Wer Marcel und Gökmen gegenübersteht, verspürt eines: Respekt.

Die beiden 22-Jährigen arbeiten bei der protec service GmbH im Sercuritymanagement und sind für die Sicherheit an den Stationen und in den Stadtbahnen der ÜSTRA zuständig. Marcel reizt an seinem Job die Vielfalt: „Wenn du zur Schicht kommst, weißt du niemals genau, was dich erwartet. Es ist kein Tag wie der andere und das finde ich total spannend.“ Doch wie läuft eine Schicht bei der sogenannten U-Bahnwache ab?

Die protec im Einsatz: Gökmen und Marcel  (Foto: Florian Arp).

Es ist kurz vor zwei als die protec-Jungs Marcel und Gökmen die Einsatzleitstelle am Kröpcke betreten. Vor Beginn der Spätschicht wird als erstes die Dienstkleidung angelegt: Zur Ausrüstung gehören neben Erste-Hilfe-Paket und Diensthandy auch Sicherheitsweste, Handschellen und der Einsatzmehrzweckstock – im Volksmund eher als „Schlagstock“ bekannt. Doch wer jetzt glaubt, dass die Jungs und Mädels der protec als skrupelloses Prügelkommando durch die Stationen und Stadtbahnen ziehen, liegt falsch: Seit über zwanzig Jahren gibt es inzwischen die ÜSTRA Tochter und ihr Kredo lautet – effizient, dezent, präsent. Während Marcel die Funktionsfähigkeit seiner Taschenlampe testet, macht er die Philosophie seines Arbeitgebers greifbarer: „Wir sind als Präsenzstreife in und um die Stationen unterwegs, aber auch als sogenannte Zugstreife in den Stadtbahnen. Wir verstehen uns als Helfer für die Fahrgäste. Wenn sich zum Beispiel ein Fahrgast am Kröpcke in der riesigen Station verläuft und nicht weiß von wo die Linie 9 fährt, sind wir zur Stelle.“ Gökmen nickt zustimmend und ergänzt: „Egal ob Wegbeschreibungen oder Gepäckstücke tragen, wir helfen immer.“

Die Schicht beginnt für Marcel und Gökmen in der Leitstelle am Kröpcke (Foto: Florian Arp).

Bevor die Schicht los geht, setzen sich die Einsatzkräfte aus Früh- und Spätschicht zu einer Lagebesprechung zusammen. Dadurch sind alle auf dem neusten Stand und mögliche Risiken oder Gefahren werden frühzeitig erkannt. Die protec-Streifen arbeiten im Dreischichtsystem: Das heißt Gökmen und Marcel sind zyklisch in der Früh-, Spät- und Nachtschicht im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen immer zu zweit auf Streife. Marcel und Gökmen sind ein eingespieltes Team und verstehen sich auch außerhalb der Arbeit bestens. „Das man sich gut kennt und gut miteinander auskommt, ist in unserem Job wichtig. Wir beide verstehen uns inzwischen blind. Der eine kann sich auf den anderen verlassen“, sagt Marcel als wir zu Beginn der Schicht vom Kröpcke zum Aegi fahren.

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Dass ÜSTRA und protec zusammengehören, scheinen viele Fahrgäste inzwischen zu wissen. Immer wieder werden Marcel und Gökmen angesprochen. Ein Fahrgast weiß nicht, welche Linie zum Hauptbahnhof fährt und eine Gruppe Schulkinder steht aufgeregt am Bahnsteig. Die Kids haben die Linie 5 in Richtung Anderten verpasst und fragen: „Wie und wann kommen wir jetzt zum Großen Hillen?“ Marcel und Gökmen helfen natürlich gerne. Während der Schicht hat jede Streife eine festgelegte Route. Die U-Bahnwachen stehen jedoch stets in Kontakt zur Leitstelle am Kröpcke, sodass bei Bedarf schnell und effektiv gehandelt werden kann, wenn etwas passiert.

Gökmen hilft einer Gruppe Schulkinder (Foto: Florian Arp).

Doch was für Befugnisse haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der protec überhaupt? „Wir dürfen zum Beispiel Hausverbote aussprechen, wenn sich jemand nicht an die Hausordnung in den Stationen hält. Personen durchsuchen dürfen wir hingegen nicht, das macht die Polizei“, erklärt Gökmen. Ohnehin arbeitet die protec eng mit der Polizei zusammen. Sowohl bei der täglichen Arbeit, aber auch in Form von Schulungen zu Themen wie Deeskalation oder erste Hilfe. Das ist auch notwendig, denn manchmal kann es hoch hergehen: „In der letzten Nachtschicht wurde ich zum Beispiel mit einer Holzlatte angegriffen“, erzählt Marcel. Die Einsätze am Wochenende seien manchmal hart, gerade wenn einige Personen zu viel getrunken hätten.

Deshalb sind alle U-Bahnwachen umfangreich geschult: Die Mindestvoraussetzung ist die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe. Rund die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat wie Marcel und Gökmen sogar die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Schutz- und Sicherheit absolviert. Bei entsprechender Leistung kann diese Ausbildung auch noch zur Fachkraft erweitert werden. Die protec ist selbst Ausbildungsbetrieb und betreut die Azubis intensiv bei der theoretischen und der praktischen Lehre. Marcel und Gökmen sind somit – genau wie alle anderen U-Bahnwachen – echte Sicherheitsprofis.

Respekt, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft: Marcel und Gökmen auf Streife (Florian Arp).

Wir sind inzwischen zurück am Kröpcke. Dort ist eine Fahrtreppe defekt. Mit ein paar gekonnten Handgriffen und einem Spezialschlüssel startet Marcel die Anlage neu und schon läuft alles wieder. Während der Streife zeigen die beiden auch in den Stadtbahnen Präsenz. In der Linie 4 in Richtung Garbsen sagt Marcel: „Ich mag die Abwechslung an meinem Job. Wir haben viel Kontakt zu Menschen, helfen und haben zudem eine gute Ausbildung. Das ist doch eine tolle Mischung.“ Gökmen ergänzt: „Außerdem haben wir bei der protec ein tolles Kollegium. Es ist sehr familiär und die gute Stimmung überträgt sich auch auf meine Arbeit.“

Marcel bringt mit ein paar gekonnten Handgriffen die Fahrtreppe wieder zum Laufen (Foto: Florian Arp).

Der Job im Securitymanagement der protec ist interessant, aber zugleich fordernd. Während Marcel und Gökmen in der Stadtbahn über ihren Arbeitsalltag plaudern, werden die beiden Kraftprotze immer wieder von Fahrgästen gemustert. Ja, man hat Respekt vor ihnen, aber gleichzeitig strahlen Marcel und Gökmen noch mehr aus: Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Damit passen die beiden U-Bahnwachen perfekt ins Leitbild der protec und zur ÜSTRA.

Hast du auch Interesse an einem Job bei der protec? Weitere Infos findest du hier: protec als Arbeitgeber. 

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Timo,
    das ist ein wirklich guter und lesenswerter Artikel geworden.
    Aber Du hättest doch ruhig noch die „h1 Reportage“ zur Protec aus 2017 erwähnen und verlinken können. Diese ist durchaus sehenswert:
    > https://youtu.be/l1wS3H-_ak4

    Liebe Grüße
    Der TW-6000 Liebhaber

  2. Ich finde es gut das es Protec gibt,ich wohne in Bohtfeld,Arbeiten auf dem Kronsberg.
    Steige also immer Alte Heide ein oder aus,wenn Protec mit in der Bahn ist habe ich immer ein Gutes Gefühl, leider fällt mir auf das Samstags Morgens um 6:00 immer eine leichte Unruhe in der Bahn ist oder auch am Bahnsteig Alte Heide,wenn ihr nicht vor Ort seit,so ich es mir so manches mal Gewünscht hätte,das sollte man mal Versuche besser mit Ein zu planen, das Grade an sollen Endpunkten mit dabei sei.Das wäre super.

    • Timo Wegner

      Hi Carmen,

      danke für das positive Feedback. Deine Anmerkung geben wir an die Kolleginnen und Kollegen der protec weiter.

      Viele Grüße
      Timo

  3. Können die Protec-Mitarbeiter nicht auch öfter mal bei den Bushaltestellen nachschauen, damit die nicht so häufig mit Falschparkern zugeparkt werden. Die Haltestelle Küchengarten der Linie 120 Richtung stadtauswärts ist häufiger zugeparkt. Ich habe deswegen auch schon die Busfahrer angesprochen, aber die sagen oft, das bringe doch nichts, wenn sie anrufen. Ein protec-Mitarbeiter könnte möglicherweise energischer beim Verkehrsaußendienst der Stadt und bei der Polizei darauf dringen, dass solche Autos abgteschleppt werden, die Bushaltestellen blockieren.

    • Timo Wegner

      Hi Henry,

      danke für deinen Kommentar. Die protec hat leider nicht die Kapazitäten, um als „Verkehrsaußendienst“ Präsenz zu zeigen. Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Stationen und Stadtbahnen für Sicherheit und Service im direkten Kontakt mit den Fahrgästen sorgen, hat Priorität. Wir haben deine Beobachtung jedoch an den zuständigen Bereich weitergeleitet. Beste Grüße Timo.

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