Wer den Schaden hat, braucht für die Arbeit nicht zu sorgen
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Wer den Schaden hat, braucht für die Arbeit nicht zu sorgen

Jeder Ausbildungsberuf bei der ÜSTRA bietet einen spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Oftmals sind die kaufmännischen Mitarbeiter für die Fahrgäste nicht so präsent, wie unsere Fachkräfte im Fahrbetrieb. Trotzdem ist ihre Arbeit in den Büros nicht nur ebenso wichtig, wie die in den Stadtbahnen, Stadtbussen oder in den Werkstätten, sondern auch ziemlich interessant.

Mein Name ist Rieke Thomae und ich lerne Kauffrau für Büromanagement (noch) im 1. Lehrjahr bei der ÜSTRA. Um einen kleinen Einblick zu geben, wie ein möglicher Arbeitstag im kaufmännischen Bereich aussehen kann, habe ich Melise Sahin, Auszubildende im 2. Lehrjahr, begleitet. Melise ist zurzeit in der Abteilung Schadenbearbeitung, eine von vielen verschiedenen Abteilungen, die wir während der Ausbildung durchlaufen.

Leidet die Achtsamkeit im Straßenverkehr, kommen die Kollegen der Schadenbearbeitung ins Spiel. (Foto: Martin Bargiel)

Jeden Tag sind unsere Busse und Bahnen von ca. 4 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts in Hannover unterwegs und leider kann es hierbei auch zu Unfällen kommen. Alle diese Vorfälle – egal, ob sich ein Fahrgast in der Bahn verletzt oder ob ein Linksabbieger eines unserer Fahrzeuge touchiert hat – werden in der Abteilung Schadenbearbeitung zunächst erfasst und anschließend die Sach- und Rechtslage bewertet. Die Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um die Abwicklung, sprechen mit Versicherungen, halten Kontakt zu den ermittelnden Behörden und noch vieles mehr.

Zu Beginn des Tages bespricht die Ausbilderin mit Melise kurz die anfallenden Aufgaben und die weitere Tagesplanung. Melise bearbeitet u. a. Meldungen über Unfälle und/oder Straftaten, von denen die ÜSTRA betroffen ist. Sie kümmert sich also um die interne Meldung des jeweiligen Fahrers, wenn während seines Dienstes etwas vorgefallen ist und gleicht diese mit den dazugehörigen Wachbucheinträgen aus der Betriebsleitstelle ab.

Als erstes müssen diese Meldungen digitalisiert werden, also erfasst Melise sie zunächst in einem speziellen Computerprogramm. Hier erhalten sie auch eine Vorfallnummer, um später auch gefunden zu werden. Melise liest sich in die einzelnen Vorgänge ein und schlägt der Ausbilderin dann vor, wie sie weiter vorgehen würde und welche ersten Schritte z.B. Zeugen oder Halter an Unfällen beteiligter PKWs zu kontaktieren, einzuleiten sind. In einigen Fällen stellt Melise eine Anfrage an die Unternehmensbereiche und erkundigt sich nach der Höhe der Kosten. Dies ist insbesondere für die Meldung eines Kaskoschadens wichtig. Außerdem muss in einigen Fällen entschieden werden, ob ein Strafantrag zu stellen ist.

Unfallstelle in Misburg. ( Foto: ÜSTRA)

Im Laufe ihrer Ausbildung hat Melise dieses Procedere schon einige Male mit einer Kollegin durchgeführt und weiß deshalb meistens, was zu tun ist. Wenn sie die Meldungen bearbeitet hat, bespricht sie ihre Vorschläge mit ihrer Ausbilderin.

Anschließend kümmert sie sich um die weitere Bearbeitung und schreibt z.B. E-Mails oder führt Telefonate, meist mit anderen Abteilungen. Melise kümmert sich auch um interne Ermittlungen und holt ergänzende Informationen ein, wenn diese zunächst fehlen.

Jeder Schadensfall ist irgendwie einzigartig, zumindest sind es immer andere Beteiligte, was die Arbeit in der Abteilung so interessant macht.

Übrigens sind die Stellenausschreibungen für die Ausbildungsplätze 2018 bereits online. Hier könnt ihr euch informieren.

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