üstrasches Zahlenchaos - warum die Bahnen so komische Nummern haben
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üstrasches Zahlenchaos – warum die Bahnen so komische Nummern haben

Erst 6000, dann 2000 und nun bald 3000… Die Nummerierung unserer  Bahnen bzw. Triebwagen ergibt für den objektiven Betrachter zunächst wohl absolut keinen Sinn.  Doch wenn man die Geschichte der üstra etwas ausgiebiger durchstöbert, lässt sich dieses Mysterium ganz leicht aufklären.

Alles Begann mit der Nummer 1, denn pragmatischer Weise hat man damals die ersten Wagen tatsächlich einfach nur fortlaufend nummeriert. So gab es etwa den Pferdebus 9, die Pferdebahn 84 oder den Stahlwagen 178. Schnell gelangte man so zu höheren Ziffern in den 200ern und ab dem Jahr 1951 wurde die nächste neue Bauserie der Bahnen direkt mit Wagennummern ab 300 benannt. Allerdings erhielten die Motorwagen (also die, die tatsächlich mit einem Motor ausgestattet waren und die ganze Bahn in Bewegung setzten) und die Beiwagen (die quasi nur die Anhänger waren), zur leichteren Unterscheidung, verschiedene Nummern. Also gab es z.B. Motorwagen mit 300er Zahlen und Beiwagen mit 1300er Nummern.

Bei den nächsten Bauserien galt das gleiche Spiel: neuer Hunderter (400, 500) für neue Motorwagen und die Beiwagen bekamen die Tausender (1400, 1500). Und so wurden die Prototyp der ersten Stadtbahn Hannovers (die erstmals oberirdisch UND im Tunnel fahren konnten) mit einer 600er Seriennummer geliefert. Doch nun stand man bei der üstra vor einem Problem: Bei den 600ern konnten alle Wagen eigenständig fahren, sodass nun jeder Wagen eine hunderter Nummer brauchte. Da man mehr als 99 der grünen Stadtbahnen kaufen wollte, hätte der 100. Wagen plötzlich die Seriennummer 700 erhalten und hätte somit nicht mehr zu seinen Artgenossen gepasst. Und so entschied man sich Hannovers neuer Bahn einfach noch eine weitere Ziffer zu spendieren –  geboren war der TW 6000.

Wer jetzt glaubt, dass man die neuen Bahnen einfach hätte fortlaufend nummerieren können, muss leider eines Besseren belehrt werden. Denn die Ordnungsnummern 7000 (Standardbusse), 8000 (Gelenkbusse) und 9000 (Sonderfahrzeuge) waren bereits anderweitig vergeben. Mit 1000 konnte man jedoch auch nicht weiter machen, denn die früheren Beiwagen liefen ja bereits unter 1000er Nummern. Und so traf es sich, dass 1998, passend zur bevorstehenden EXPO 2000, die neuen Silberpfeile die Nummer 2000 bekamen.

So kann erst jetzt  die nächste Stadtbahn logisch nachvollziehbar weiter nummeriert werden und rollt erstmals im Frühjahr 2015 als TW 3000 durch Hannover. Alle Ungeduldigen können sich also heute schon auf die neuen Stadtbahnen TW 4000 und TW 5000 freuen, und wer weiß, vielleicht können die dann ja auch schon fliegen.

 

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