Plötzlich Fahrer
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Plötzlich Fahrer

Metallbauer, Zahntechnikerinnen, Piloten, Köche und Polizisten – sie alle arbeiten bei der ÜSTRA: Als Fahrerinnen und Fahrer. Denn der Weg hinters Steuer ist nicht nur über die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb möglich. Auf einer Abkürzung werden Quereinsteiger innerhalb weniger Monate für den Fahrdienst fit gemacht.

„Ich war auf der Suche nach einem Job, der mir auch im Alter noch eine gewisse Sicherheit gibt. Eine dreijährige Berufsausbildung wollte ich aber nicht noch einmal machen“, sagt Mathias Meyer. Er ist gelernter Koch und war als Küchenbetriebsleiter einer Schulküche in seinem Job stark abhängig von Ausschreibungen und Vergaben – was ihm auf lange Sicht zu unsicher war. Als Stadtbahn-Quereinsteiger konnte er schon bald neu durchstarten. „Hier habe ich auch in der Ausbildungszeit schon mein Gehalt bekommen – das ist nicht für jeden Arbeitgeber selbstverständlich. Und nach nur drei Monaten war ich bereits als vollwertiger Fahrer im Einsatz“, lobt Mathias den Quereinstieg. Heute steuert er meist die Stadtbahnen der Linien 4, 5, 6 und 11.

Mathias ist 2015 als Quereinsteiger zur ÜSTRA gekommen. (Foto: Martin Bargiel)

Wie lange dauert der Quereinstieg?

Nur 65 Tage dauert die Quereinsteiger-Ausbildung zum Stadtbahnfahrer. Kleine Gruppen arbeiten in der eigenen Fahrerakademie intensiv zusammen: Morgens werden Theorie, Linienkunde und die Technik hinter dem Fahrzeug gelernt und mittags folgt die Praxis. Dann geht es raus auf die Schiene, um Fahrstunde für Fahrstunde das Liniennetz und die Besonderheiten der verschiedenen Stadtbahntypen kennenzulernen.  

Auch im Busbereich zahlt sich die intensive Betreuung durch die eigene Fahrschule aus: Heute müssen die Quereinsteiger nur noch den Autoführerschein mitbringen (gilt auch für angehende Stadtbahnfahrer), den Busführerschein (Klasse D) machen sie in der ÜSTRA Fahrerakademie. Das macht den Job auch für Bewerber interessant, die bisher noch keine fahrtechnischen Erfahrungen haben. Diese sammeln sie in ihrer fünfmonatigen Ausbildung zum Stadtbusfahrer. Bevor es „auf den Bock“ geht, wird die Theorie gepaukt und geprüft. Anschließend stehen jede Menge Fahrstunden und Linienkunde auf dem Lehrplan – denn: Nur Übung macht den Meister.

Bus oder Bahn?

Ob Straße oder Schiene entscheidet jeder für sich bereits vor der Bewerbung. Die einen sehen in den Stadtbahnen vielleicht die spannenderen Fahrzeuge und schätzen auch die größere Ruhe in der Fahrerkabine. Andere brauchen hingegen den ständigen Kontakt mit den Fahrgästen, bevorzugen die Beweglichkeit und die Unabhängigkeit von der Schiene und entscheiden sich darum für den Bus.
„Anfangs konnte ich gar nicht glauben, dass man mit dem Job Geld verdienen kann“, staunt Mathias, weil ihm das Fahren von Beginn an viel Freude bereitete. „Dann habe ich aber schnell gemerkt, wie viel Verantwortung ich da vorne eigentlich trage“, beschreibt er. Das eint beide Berufe. Im Fahrerstand gilt es stets konzentriert und aufmerksam zu sein. Wer hier sitzt, muss vorausschauend fahren können – kein Job für Tagträumer.

Ist das nicht langweilig, den ganzen Tag die gleiche Strecke zu fahren?

Selbst die „alten Hasen“ unter den Fahrern reagieren darauf noch immer mit einem klaren Nein: „Tatsächlich ist schon jede Runde anders: Die Fahrgäste wechseln, der Andrang nimmt zu oder ab und der restliche Verkehr schafft auf jeder Strecke genügend Herausforderungen“, erklärt Peter Lange, der schon seit 1984 ÜSTRA Busfahrer ist. Auch er kam damals als Quereinsteiger zum Bus. Zuvor ist er Lkw gefahren und wusste meist nicht, wann er von den langen Touren zurück sein würde. Jetzt ist das zum Glück anders: „In der Frühschicht sehe ich wie die Stadt aufwacht. Erst sind es nur die Frühaufsteher und Schichtarbeiter, dann steigen nach und nach die Schüler und Berufspendler zu und der Verkehr um einen herum wird mehr. Das flaut dann bald wieder ab und bevor die alle zurückfahren, habe ich schon Feierabend.“

Peter ist schon seit mehr als 35 Jahren ÜSTRA Busfahrer und hat noch immer viel Freude an seiner Aufgabe. (Foto: Martin Bargiel)

Auch am Sollwertgeber herrscht keine Langeweile: „Zum einen fahren wir in der Regel zwei verschiedene Linien am Tag, zum anderen ergeben sich ständig neue Herausforderungen. Durch das vorausschauende Fahren verhindern wir täglich mehrere Unfälle.“ Den gewissen Routinen kann Mathias auch etwas abgewinnen: „Wenn ich dann mal fünf Tage lang den gleichen Dienst fahre, sehe ich oft dieselben Leute auf meine Bahn warten. Das hat dann was von „Täglich grüßt das Murmeltier“  

Wo erfahre ich mehr?

Wer jetzt neugierig geworden ist, findet alle Vorteile und Informationen zum Verdienst im Fahrdienst der ÜSTRA hier: https://www.uestra.de/karriere/arbeiten-bei-der-uestra/aktuelles-und-aktionen/fahrdienst/

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